Hilton Head II

Es ist schon ein Luxus, am 21.11.2017 allein, wie die Königin von Saba im 28 Grad Celsius warmen Pool zu schwimmen. Danach muss man sich erst einmal erschöpft auf den Liegestuhl begeben, um dann mit dem Göttergatten eine kleine Fahrradtour zu unternehmen. Dabei kamen wir wieder an grünen Tümpeln vorbei und dort lag heute zu unserer Freude auch ein Gator auf Lauer. Von den Stegen konnten wir ihn gut beobachten, aber er bewegte sich nicht, obwohl er die Augen geöffnet hatte.
Mittagessen gab es heute bei Five Guys. Ein nicht sehr schicker Burgerladen. Aber die Besonderheit ist hier, dass man, solange man auf sein Essen wartet, gratis Erdnüsse knacken kann. Und die Burger sind, ja wir wissen es, nicht gesund, aber l e c k e r.

Seit Tagen muckt unsere Stromversorgung. Normalerweise brauchen wir immer nur den Strom von unserer Solaranlage, aber die hat nun nicht richtig geladen. Anhand unserer Gebrauchsanweisungen haben wir alles untersucht, was wir als Nichtelektriker konnten. Leider ohne durchschlagenden Erfolg.
Da zeigte sich einmal mehr, dass Amerika das Land der Dienstleister ist. Der Typ, der hier auf dem Platz reihum geht, um die Wohnmobile zu waschen, gab uns den Tipp, Paul anzurufen, der hier ebenfalls alle Dinge an den Wohnmobilen repariert, die zu richten sind. Also kam Paul mit den heilenden Händen, hat alle Leitungen durchgemessen, mal hier und mal da gedrückt, das Auto laufen lassen, ein paar Stecker gezogen – und – nun geht es wieder. Beruhigt können wir uns also morgen auf den Weg nach Athens machen, wo wir zum Thanksgiving Essen eingeladen sind.

Hilton Head Island

Schönes Wetter und Nichtstun ist heute der Plan. Also sind wir mit unseren Fahrrädern erst mal Richtung Strand gefahren. Die Fahrradwege sind schön angelegt und führen dann und wann auch mal über die in Amerika überaus beliebten Boardwalks. Diese führten heute über trübe Tümpel, bei denen dringend davor gewarnt wurde, die Gator zu füttern. Da fährt man gleich mit einem leichten Schaudern vor wilden und gefährlichen Tieren über die kleinen Brücken. Gesehen haben wir natürlich keine lebendigen Gators. Aber eine hübsche Plastik von einem Mann im Anzug und einem Gator, die so nebeneinander angeordnet sind, dass man im ersten Moment beim vorbeifahren denkt, dass der Mann den Gator Gassi führt. In Wirklichkeit stehen die beiden hintereinander und der Mann hat einen Regenschirm in der Hand. Dieses Foto, dass den Anschein hat, als gingen hier Herr und Hund spazieren, erschien 1962 in der Saturday Evening Post und war eine Mediensensation. Fake News sind eben keine Erfindung von heute.

Der Strand und die Strandpromenade sind sehr gepflegt. Der Sand ist weiß und ganz fein. Aber es war recht windig und kühl und so fuhren wir zurück zu unserem Nobel-Standplatz. Leider haben wir einen Handyman als Nachbarn, der heute die große Home-Depot-Show aufführte. Wir kennen alle diese großen Kisten, in denen man die Auflagen der Stühle und Sonnenliegen deponiert. Kauft man normalerweise fertig, stellt sie auf und gut. Aber hier wurde mit Kreissäge, Hammer und Akkuschrauber ein Unikat gebaut. N E R V I G!!!! H I L F E!!!! Hoffentlich ist er morgen fertig.

Eigentlich nichts passiert

Mit leichtem Räucher-Aroma sind wir heute in Hilton Head Harbour, RV Resort und Marina aufgewacht. Unser Nachbar hat bis spät abends sein Camping-Feuer brennen lassen und wie wir auch schon festgestellt haben, ist das Holz, das auf den Campgrounds verkauft wird, nicht immer trocken. Ein Bundle, bestehend aus ca. 10 Holzscheiten kostet im Schnitt 5 Dollar. Und da für viele Camper ein wichtiges Merkmal beim Campen das Lagerfeuer ist, läuft der Verkauf von Brennholz recht gut.
Egal, wir machten uns auf zur French Bakery, um dort überaus lecker und ansprechend in der Sonne zu frühstücken. Es gab ein Croissant mit einem Spiegelei, etwas Schinken und grünem Spargel.

Danach machten wir uns auf, um den zweiten Campground in Hilton Head zu inspizieren: Hilton Head Motorcoach Resort. Richtig schick. Die Plätze gehören alle einzelnen Eigentümern, 400 an der Zahl. Und die werden, wenn diese selbst nicht vor Ort sind, vermietet. Jeder Eigentümer muss das Paving und die Einfassung des Stellplatzes mit Pflanzen und Mäuerchen selbst finanzieren. Und da es dabei bestimmt einen gewissen sozialen Druck gibt, sind die Plätze toll hergerichtet. Minimum ist eine Sitzgruppe. Manchmal noch eine schöne Beleuchtung oder einen Grill. Das beste was wir gesehen haben, war eine komplette Outdoorküche. Und die Plätze sind wirklich groß, also knapp 200 Quadratmeter. Hier haben wir uns erst einmal bis Mittwoch eingemietet.

Hilton Head hat, für Amerika ziemlich untypisch, ein gut ausgebautes Fahrradwegenetz. Das haben wir natürlich auch ausprobiert und sind noch 30 Kilometer über die Insel geradelt. Die Wege sind gut in Schuss und immer von der Straße getrennt. Einzig das Radeln über eine Toll-Bridge war speziell. Da mussten wir eine vierspurigen Straße entlang radeln. Ein Gefühl, als ob man auf dem Standstreifen der Autobahn fährt. Das fanden wir ziemlich speziell.

Was uns immer wieder erstaunt, ist die Selbstverständlichkeit, mit der irgendwelche Leute vom Campground zu Dir kommen und einen Schnack halten. Da erfährt man von einem gut aussehenden älteren Herren, dass er schon 20 Jahre in Ruhestand ist und immer im Winter von den Niagara-Fällen hierher in den Süden fährt. Und der Wurzeln zu einer Kirche in Schottland aus dem 15. Jahrhundert hat. Oder der New Yorker, der ungarische Wurzeln hat und dessen Tochter eine Öko-Farm in Transsylvanien betreibt. Das sind doch Biografien, die kann man sich nicht ausdenken. Wenn ich jemals vorhabe ein Drehbuch zu schreiben, setze ich mich vorher ein paar Monate auf einen Campground und dann habe ich Stoff für mindestens drei Staffeln.

Beaufort und Hilton Head

Nach dem Weihnachtswahn gestern Abend sind wir heute bei schönstem Wetter nach Beaufort gefahren. Beaufort ist eine kleine, ruhige und angenehme kleine Stadt, die hübsche Häuser und Villen mit den hier typischen umlaufenden Terrassen und den prachtvollen Gärten mit dunkelgrünen Büschen und jahrhundertalten Eichen vorweist. Von den Eichen wiederum wehen wie Haare die Büschel von Spanischem Moos. Einfach schön. Beaufort liegt nicht direkt am Watt und am Intercostal Waterway. Im Hafen lag ein Flußkreuzfahrtschiff, das den Intercoastal Waterway entlangfährt. Mit Blick auf das Watt und eine Drehbrücke, die die östlich der Stadt liegenden Inseln mit der Stadt verbindet, kann man auf den Schaukelbänken sitzen und den Tag geruhsam an sich vorbeiziehen lassen, ganz im Einklang mit dem Fluss und dem gemächlichen Leben hier. Dazu war es heute, am 18.11.2017 25 Grad Celsius warm.
Aber auch das süße Nichtstun macht hungrig und so sind wir bei Hearth Wood Fired Pizza eingekehrt. Die Pizza war dünn und knusprig, der Chef muss italienische Wurzeln haben. Dazu ein schmackhafter Salat.
Unser Ziel für die Nacht war Hilton Head. Ein ganzjähriges Urlaubsziel für Golfer, Tennisspieler und Bootfahrer und Strandliebhaber. Tres chic, was man vielleicht auch daran ausmachen kann, dass nicht alle Strände öffentlich sind. Wir werden es morgen ausprobieren. Wir stehen jetzt bei Hilton Head Harbour, RV Resort und Marina.

Am Ende des Tages Weihnachten overloaded – Charleston

Der Tag begann ungewöhnlich früh um 6.30 Uhr, als wir von beißendem Gestank geweckt wurden. Die nahegelegene Papierfabrik in Georgetown nutzte offensichtlich, dass der Wind heute von Georgetown abgewandt wehte und öffnete alle Schleusen, um allen Dreck aus der Fabrik Richtung Fluss und Meer zu blasen. Der Gestank war widerlich und so sprangen wir aus dem Bett ins Führerhaus und weg waren wir.
Nach ungefähr 20 Meilen bogen wir in den Cape Romain National Park ein. Dort gab es erst einmal ein Frühstück und dann konnte der Tag richtig beginnen.

Danach fuhren wir gemütlich auf dem Highway 17 durch Mount Pleasant, der an dieser Stelle „Sweetgras Basketball Makers Highway“ heißt. Am Straßenrand stehen immer wieder Buden, an denen Körbe aus Sweetgras angeboten wurden. Wir hielten bei Mazies Sweetgras Baskets. Mazie saß in einem kleinen Raum hinter ihrem Verkaufsstand und flocht dort Körbe aus Sweetgras, langen Piniennadeln und Palmetto-Blättern. Sie erzählte uns, dass sie 84 Jahre alt sei und leider keiner ihrer drei Kinder dieses Handwerk lernen wollte. Und sie verstehe sich als Handwerkerin, was auch die relativ hohen Preise der Körbe erklärt. Schon Moses sei in solch einem Korb sicher an den Ort seiner Bestimmung gelangt. Wir haben natürlich einen Korb erstanden, er soll 100 Jahre halten, unempfindlich sein und ich finde, er duftet gut nach Gras.

Nun ging es weiter zur Plantage Boone Hall. Diese hat eine wechselvolle Geschichte und das heute zu besichtigende Plantagenhaus ist das vierte an dieser Stelle und wurde erst 1935 gebaut. Die Plantage war immer im Privatbesitz, wenn auch von unterschiedlichen Familien. Zur Zeit der Sklaverei wurde auf der Plantage Baumwolle und Reis angebaut. Heute werden dort vor allem Pecan Nüsse und Pfirsiche angebaut. Die Sklavenhäuser sind noch erhalten und sie waren in Boone Hall, wie das Haupthaus auch, aus Ziegeln hergestellt, die auf dem Grundstück gebrannt wurden. Die von mächtigen Eichen gesäumte Auffahrt und das Äußere des Hauses sind beeindruckend und waren Filmkulisse für viele Filme, unter anderem für „North and South“ mit Patrick Swazee. Wer also für kalte Winterabende noch Unterhaltung sucht, könnte sich mal wieder dieses Südstaatenepos anschauen.

Der Tag war noch nicht zu Ende, also fuhren wir jetzt nach Charleston. Wir parkten unweit der East Battery im alten Teil von Charleston. Hunger hatten wir auch, also gingen wir uns erst einmal zu Sticky Fingers in der Meeting Street, um dort Rippchen zu essen. Die Rippchen waren auf vier verschiedene Arten zubereitet, dry, scharf, süß und geräuchert. War wirklich lecker und das Bier dazu hätte sicherlich geschmeckt, aber wir mussten uns ja noch einen Übernachtungsplatz außerhalb der Stadt suchen.

Und spätestens hier, im Charleston County Park war es gut, dass wir stocknüchtern waren. Der Campground liegt in einem Naherholungspark. Und der war, ich kann es gar nicht richtig beschreiben, bis an die Schmerzgrenze mit Weihnachts-Leucht-Motiven geschmückt. Die vielen, vielen Weihnachtsmotive links und rechts einer durch das Gelände führenden Einbahnstraße konnte man bequem mit dem Auto abfahren. Wir bogen dann irgendwann ab auf den Campground und haben einen winzig kleinen Teil dann zu Fuß abfotografiert. Die „Installation“ ist noch bis 1. Januar zu besichtigen. Jetzt aber genehmigen wir uns ein Bier. Schönen Freitag-Abend.

Brookgreen Gardens und Georgetown

Es war sehr erholsam und nett in Myrtle Beach. Wir hätten es noch gut ein paar Tage dort ausgehalten, aber andererseits möchten wir ja auch etwas von Land und Leuten jenseits des absoluten Ferienmodus sehen.
Also sind wir heute zunächst nach Brookgreen Gardens gefahren. Das ist ein Skulpturenpark in der Größe von 9.127 Acres. Dieser Park vereint dreierlei Dinge:
Einen überaus gärtnerisch schön angelegten Park mit über 2.000 Pflanzen, die hier heimisch sind oder sich an das Klima hier gewöhnt haben. Besonders eindrucksvoll sind die alten Eichen, die mit „Spanish Moos“ wie mit Schleiern bewachsen sind, was den Bäumen einen geheimnisvollen Touch gibt.
Eine Sammlung von 1.230 Skulpturen, die von mehr als 335 amerikanischen Künstlern geschaffen wurden. Den Grundstock hierfür legte Anna Hyatt Huntington, die zusammen mit ihrem Mann ab 1930 diesen eindrucksvollen Ort schuf.
Ein Zoo auf der Größe von 23 Acres, der Tiere dieser Gegend zeigt: Vögel, wie Eulen, Habichte, Adler, Ibisse, Enten und Tiere wie Rehe, Flussottter, Alligatoren, wilde Truthähne und Füchse.

Ursprünglich waren auf diesem Gelände vier Reisplantagen, die vom Ehepaar Huntingon 1930 gekauft wurden und zu Brookgreen Gardens umgestaltet wurde. Wobei immer noch in einigen Teilen des Parks Reis angebaut wird, um zeigen zu können, welche Tiere in Reisfeldern leben. Aber besonders sind natürlich die Skulpturen, die jede genug Raum hat, um für sich zu wirken. Es hat uns nicht jede Plastik gefallen, aber das Gesamtkonzept war sehr schön.

Nach einem kleinen Lunch im Park ging es weiter nach Georgetown. Die Kudzu Bakery, ein Geheimtipp des Reiseführers gab es leider nicht mehr. Dafür aber einen Spaziergang durch die Stadt und den Harbour Walk. Die Stadt war früher einmal als Stadt des Reisanbaus ziemlich wohlhabend. Davon zeugen die hübschen Bürgerhäuser in den Nebenstraßen. Inzwischen aber stehen mehrere Geschäfte leer und die große Papierfabrik schickt ihren Industriegeruch über die Bucht. Aber einen eigenen Charme hat es dennoch.
Wir übernachten heute in einer Marina von Georgetown an einem Fluss, der dunkel, träge und geheimnisvoll am Campground vorbeifließt. Angeblich sollen dort auch Gator leben, wir haben von den Pontons Ausschau gehalten und – besser ist das – keine gesehen.

Ruhetag II

Was gibt es heute zu berichten? Nicht viel. Die Sonne scheint bei 20 Grad Celsius und das verleitet einfach dazu nichts zu machen. Wir sind in den letzten zwei Monaten viel gereist und haben viel gesehen und nun wollen wir mal zwei Tage innehalten.
Einiges ist am Auto zu reparieren und außerdem war ein Hausputz nötig. Da waren wir dann aber auch nicht allein und es dauerte ziemlich lange, bis wir fertig waren. Üblicherweise reisen im November Menschen, die nicht mehr arbeiten müssen. Und da gibt es offenbar einige, die sich über jede Abwechslung freuen und wenn es die Deutschen mit dem für Amerika ungewöhnlichen Wohnmobil sind. „Nice Rig“, also nettes Fahrzeug, ist die Eröffnung fast jeden Gesprächs. Danke. Und dann geht es los, es wird gefragt, wie wir das Wohnmobil hierher bekommen haben, ob wir aus Deutschland sind, ob das Auto ein Diesel ist, ob wir es selbst ausgebaut haben und so weiter. Wenn alle technischen Details abgefragt wurden, gibt es gerne einen Hinweis auf deutsche Vorfahren oder eigene Erfahrungen mit Deutschland, meist über die Army. Die Gespräche sind immer nett und wir freuen uns darüber.
Meist nett sind auch die Häuser, die direkt am Strand stehen, eine Auswahl haben wir heute mal fotografiert. Sie schauen direkt auf den Strand und das Wasser, ohne jeden Deich, was bei Sturm schon zu Problemen führen kann

Ruhetag

Wir sind nun in Myrtle Beach, auf dem Campground von Ocean Lakes. Campingplatz ist für diesen Ort vielleicht die falsche Beschreibung. Es handelt sich hier um ein riesiges Areal, welches aus Ferienhäusern unterschiedlichster Größe, Alter und Stilrichtung besteht. Dem vorgelagert, direkt am Strand stehen dann die Wohnmobile und Wohnanhänger. Alles gut gepflegt, mit Schwimmbad innen und außen, Gymnastikhalle, Café, kleinem Lebensmittelladen und Waschsalon. Also alles, was man für die Ferien braucht. Und da das Gelände vergleichsweise groß ist, wird einem nicht zugemutet, zu laufen. Überall fahren Golf-Cars, die man für 20 Dollar am Tag auch mieten kann. Aber die richtigen Urlauber und Camper hier haben natürlich ein gepimptes Golf-Cart mit dicken Reifen und Sonderlackierung. Und wer nicht nass werden will, packt sein Gefährt dann auch noch in Plastikplanen ein, ähnlich der Überzieher, die es in Deutschland für Kinderwagen gibt. Hier zeigt sich einmal mehr, dass Amerika anders ist. Da wird der Hund stundenlang am Strand ausgeführt. Aber der Weg vom Wohnmobil zum Waschsalon wird gefahren. Richtig gut lässt sich das Golf-Car auch für Ortskontrollfahrten (OKF) verwenden, also der Fahrten, bei denen man über den Platz fährt, um zu sehen, was es so gibt. Und so hatten wir heute viel Besuch von Golf-Car-fahrenden Schwadronierern, die mal sehen wollten, was es mit dem Wohnmobil aus Hamburg so auf sich hat.
Und für alle Weihnachts-Dekorierer: Auch wenn bei 20 Grad Celsius und Sonnenschein keine Weihnachtsstimmung aufkommt, auch Waschmaschinen und Waschsalons wollen dekoriert werden.
Ansonsten sind wir am Strand spazieren gegangen und haben wilde Tiere beobachtet.

Myrtle Beach

Heute hat Florian Oppenrieder Geburtstag und wir gratulieren ganz herzlich aus dem Land, das ihm bald selbst zur temporären Heimat werden wird.

Heute Nacht war es sehr still im Lee State Park. Nach einem kleinen Spaziergang über den Boardwalk, der durch ein Sumpfgebiet und an „Zauberbäumen“ mit wehendem Spanish Moos entlangführte ging es wieder auf die Straße. Noch war es dunstig, aber in Myrtle Beach war Sonne angesagt. Ein kleines Päuschen legten wir in einem Ort mit dem schönen Namen Florence ein.
Und tatsächlich, in Mytle Beach, einem Ort mit kilometerlangem Sandstrand hatte es 22 Grad Celsius bei bestem Sonnenschein. Böse Zungen behaupten, dass Myrtle Beach die amerikanische Entsprechung vom Ballermann sei. Vielleicht stimmt das im Sommer, aber im November geht es hier doch eher beschaulich zu und selbst Martin und ich können den Altersdurchschnitt der Gäste hier noch senken. Ja, es stimmt, dass viele Snowbirds hier anzutreffen sind. Unsere Campground-Nachbarn stammen von den Great Lakes. Und wir können gut verstehen, dass man das Wetter hier und die für Amerika vergleichsweise günstigeren Lebenshaltungskosten im Süden einem grauen, kalten und teuren Norden vorzieht.
Wir stehen mit direktem Blick auf den Ozean, man hört eine leichte Brandung und das Steak, das wir draußen gegrillt haben, war auch sehr lecker.