Das Leben der First Nations ist irgendwie auch für Besucher wie uns allgegenwärtig. 1998 entschuldigte sich die Bundesregierung offiziell für das den indigenen Völkern angetane Unrecht offiziell und ist seitdem mit einem knapp 2 Milliarden teuren Hilfsprogramm um Wiedergutmachung bemüht. Aber wichtig scheint, dass das geschichtliche Erbe bewahrt wird und immer wieder in der Öffentlichkeit zu Bewusstsein gebracht wird. In Montréal waren ursprünglich Irokesen ansässig. Von dort stammt auch die Auswahl der Fotos, die Angehörige der First Nations in ihrer Alltagskleidung und in ihrer Stammeskleidung zeigen. Wir finden, ein vor allem für Europäer interessanter Ansatz

Montreal 2014
Musée d´art contemporain de Montréal
Besonders waren wir an Werken der Group of Seven interessiert. Ab 1913 reisten die Maler der Group of Seven in die Wildnis von Kanada. Sie waren auf der Suche nach der ungezähmten Natur, die aus ihrer Sicht Kanada ausmacht. Nicht die besiedelten Küsten und Grenzen zu den USA, sondern die ungezähmte Natur des Landesinneren machten sie zu ihrem Sujet. Es sollte der Beginn einer eigenen, kanadischen Schule werden.
Mehr Spaß haben uns aber dann die Werke aus den aktuellen Ausstellungen gemacht, die ihr auf den Fotos sehen könnt.
Montreal I
Übernachtet haben wir in Marina Louiseville, einem kleinen Nest am Lorenzstrom. In einem Nebenarm haben Martin und ich uns mal wieder im kanadischen Nationalsport, dem Kanufahren geübt. Nur so viel: es gab lots of Stechmücken. Von dort ging es entlang des Chemin du Roi bis nach Montréal, der größten französisch sprechenden Stadt nach Paris. Die Stadt war sommerferienleer. Und es war sommerferienheiß. Also ab ins Musée d´art contemporain de Montréal. Natürlich sind wir auch ein bisschen durch das Vieux-Montréal geschlendert. Leider konnten wir die Basilique Notre-Dame nicht besichtigen, weil am Nachmittag vier Trauungen stattfanden. Uns war es eh viel zu warm und so waren wir froh, kurz hinter Chinatown im Erdboden zu versinken. Unter Montréal gibt es seit den sechziger Jahren ein 30 km langes Wegenetz, gesäumt von unzähligen Geschäften und Cafés. So ist es möglich, trockenen Fußes ohne zu frieren oder zu schwitzen vom Bahnhof bis zum Büro oder zum Hotel zu kommen. Nicht unpraktisch.
Und weiter ging es Richtung Toronto. Unser erster Übernachtungsplatz in Ontorio ist bemerkenswert. Wir sind auf dem „exklusiven“ Upper Canada Campground. Jedem Platz sein Gartenzwerg, seine mit Solarzellen betriebene Windmühle, den angeketteten Kampfhund, und Haute Couture in Jucy Couture. Und alle sehr freundlich und entspannt. Und natürlich das abendliche Lagerfeuer. Verschürt wird alles, was brennt, wirklich alles und so wird der Platz so langsam von einer dicken Rauchwolke überzogen. Wirklich gut ist die Samstag Abend Disko mit einer Mischung aus Country und Evergreens. Auch das ist Kanada.










