Eine zufällige Begegnung

Auf der Fähre. Sonnendeck. Ein großer Typ, Handwerkerklamotten, blau und rot lackierte Fingernägel, begrüßt uns mit heiserer Stimme. Woher wir kommen? Hamburg, Germany, die Standardantwort. Der Typ wirkt anstrengend. Ob wir hier auf Ferienreise wären? Hinter uns die feste Stimme einer älteren Frau: Ich bin in Deutschland geboren. Wir drehen uns um. Das wettergegerbte Gesicht der älteren Lady ist sympathisch. Mit 12 Jahren sei sie ausgewandert, zuerst nach British Columbia und seit 5 Jahren sei sie in Halifax. Tolle Stadt, die zurzeit gewaltig wachse. Aber sie möge es hier. Als wir erklären, dass wir quer durch Kanada reisen wollen, findet sie das interessant. Genau wie ein dritter Typ mittleren Alters, der ebenfalls auf dem Sonnendeck sitzt und sich nach den Details unserer Reise erkundigt. Wir bekommen noch ein paar Tipps zu beautiful places und Ermahnungen, wie weit, leer und gleichförmig Kanada sein könne. Die Fähre legt an, wir bekommen die Hand geschüttelt und jeder geht seiner Wege. So unaufgeregt kann Kommunikation sein.

Eine ganz andere Art der Kommunikation versuchen zwei Forscher aus Kanada. Sie haben einen trampenden Roboter ausgesetzt. Das ist in den lokalen Nachrichten hier in Halifax ein großes Thema. Dieser Roboter soll von Autofahrern von Halifax bis nach Victoria in British Columbia mitgenommen werden. Er kann wohl ein bisschen kommunizieren und er braucht keine Cola, sondern Strom vom Zigarettenanzünder. Vielleicht möchtet Ihr seine Reise verfolgen, die am kommenden Sonntag, den 27.7.2014 beginnt: www.hichbot.me/stories/my-journal. Ich bin auf alle Fälle gespannt, wer schneller in Victoria ist, er oder wir.

Halifax Day II, wie es weiterging oder ein Besuch im Fort

Oberhalb von Halifax thront eine Zitadelle, eine historische Denkmalstätte, deren Ursprünge im ersten Fort im Jahr 1749 liegen und als Schutz gegen Indianerangriffe gebaut wurde. Es folgte eine wechselvolle Geschichte, in deren Verlauf die Zitadelle vier Mal aufgebaut wurde. 1931 zog die kanadische Armee aus der Zitadelle ab und man übergab sie an Parcs Canada. Diese Militärgeschichte wird heute in einer typisch angloamerikanischen Weise erzählt. Nicht nur, wie in Europa üblich durch mehr oder weniger korrekte und langweiligen historischen Führungen, sondern als eine Art Edutainment. Junge Schauspieler in “Originalkostümen” zeigen, wie eine Kanone zum Schuss bereit gemacht wurde, im Eingang stehen Wachen, ebenfalls in Uniform und ohne jede Regung. Die Funktion eines Vorderladers wird in Aktion präsentiert und über allem der Auftritt eines Dudelsack-Musik-Regiments. Wenn das kein Einsatz ist? Was nehmen wir mit? Ist das bösartiger, verharmlosender Militarismus? Nein, ich denke, es ist Show, die Besucher anlockt.

Ein interessantes Bauwerk möchte ich aber doch erwähnen, die Turmuhr. Prinz Edward, der Vater von Königin Victoria plante eine pünktliche Garnison. Zu diesem Zweck ordnete er den Bau einer Garnisonsuhr an. Diese wurde 1803 vollendet und ist heute ein Symbol der Stadt Halifax.

Diese Wache steht bequem

Diese Wache steht bequem

Diese Wache auch

Der Uhrturm

Der Uhrturm

Rauf auf den Mast

Halifax Day II

Der Tag fängt trotz vieler Wolken gut an: das Schiff, dass unser WoMo nach Halifax gebracht hat, fährt früh am Hotel vorbei. Das bedeutet, dass wir spätestens morgen, am Freitag, den 25. Juli 2014 unser Fahrzeug übernehmen können. Und dann geht … Weiterlesen

Day I

Nach einem Frühstück um die Ecke in einem mit Elchen dekorierten und leicht nach Zimt duftenden/riechenden Café sind wir beim Spediteur vorbeigesteppt, der uns bestätigte, dass das Schiff samt Wohnmobil heute Nacht in Halifax anlanden wird. Also bekommen wir es am Freitag vormittag. Den Rest des Tages verbrachten wir völlig entspannt und unspektakulär bei bestem Sonnenwetter als Touristen in Halifax in einer Mall und am Hafen.

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Kanada!

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Die Aussicht am ersten Abend

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Aussicht vom Hotel

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Gallionsfigur

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Georges Island National Historic Site

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in der schönen Stadt