Unser Tagesziel heute ist St. Augustine. Bei allerbestem Wetter machten wir uns auf den Weg, um erst einmal einen Cappuccino zu trinken und zwar bei Panera Bread. Dort gibt es leckeren Kuchen, Sandwiches und Kaffee. Sehr zu empfehlen.
Danach brauchten wir noch Bier. Das gibt es je nach Bundesland auch im Supermarkt. In manchen gibt es auch harten Stoff wie Whisky oder Gin, aber manchmal gibt es alles auch nur in bestimmten Liquor-Stores. Hier in Florida heißen die ABC. Also betraten wir heute einen ABC Tempel. Sehr ansprechend aufgemacht, gibt es alles, was Alkohol enthält. Gekühltes Bier, Weine aus alle Welt mit Beratung, Whisky, Gin, Wodka, etc. Das ganze ansprechend als Konsumartikel angeboten und nicht wie in Kanada oder Norwegen mit Apothekenfeeling und schlechtem Gewissen.
Die A1A entlang an Atlantic Beach, Neptune Beach, Jacksonville Beach und Ponte Vedra Beach. Man kann die einzelnen Orte eigentlich nicht auseinander halten, denn es handelt sich hier um eine Aneinanderreihung von Hotels, großen und kleinen Shopping-Centern, Tankstellen, Restaurants und pompös gestalteten Eingängen zu bewachten Wohngebieten. Besonders die kleinen Shoppingcenter beherbergen so nette Läden wie „Fluffy Cuts Pets Spa“ oder „Caddy Shack Golf Lessons“. Dann aber kommen wieder schöne und menschenleere Strandabschnitte, wie zum Beispiel „South Ponte Vedra Beach“. Hier haben wir eine kleine Pause eingelegt und den schönen Strand genossen.
So, aber das Tagesziel hieß ja St. Augustine. Diese Stadt ist die älteste nichtindianische Stadt der USA. Die Stadt wirkt sehr spanisch von der Architektur und bietet so interessante Gebäude wie das Castillo de San Marcos, die Bridge of Lions, das Oldest Wooden Schoolhouse und das Colonial Quarter. Letzteres wirkt wie die Drosselgasse auf spanisch/amerikanisch. Eine Fußgängerzone zieht sich durch kleine historisierende Häuser, in denen der übliche Touristen Schnickschnack verkauft wird. Unterbrochen von Restaurants, wo man den üblichen Touristenschmaus bekommt. Besonders schön war aber das Flagler College. Dieser Prachtbau mit Türmen, Innenhof und eindrucksvoller Eingangshalle wurde 1888 als Hotel Ponce de Léon eröffnet. 1968 wurde aus dem Luxushotel ein College. Das gegenüberliegende ehemalige Alcazar Hotel beinhaltet heute das Lightner Museum. Ein ganz kleines bisschen sieht man aber noch die Pracht, die in St. Augustine herrschte, als Eisenbahnmogule wie Herr Flagler Hotels für die vermögenden Sommerfrischler aus dem Norden baute, die mit seiner Eisenbahn nach Florida reisten.
Auch hier in St. Augustine geht es nun auf Weihnachten zu, was man an den teils überbordenden Weihnachtsdekorationen sieht. Und auf uns wirkt ein Schneemann, auch wenn er aus Plastik ist, bei 25 Grad Celsius zumindest merkwürdig. Wir übernachten bei fast Vollmond südlich von St. Augustine direkt am Meer. Wir hören es rauschen. Ist das nicht großartig?

