Am Montag stand das Projekt Weltausstellung in Mailand auf dem Programm. Im Vorfeld hatten wir im Internet schon die Eintrittskarten und das Parken organisiert. Der Weg nach Arese, dem Parkplatz für Wohnmobile auf dem ehemaligen Alfa Romeo Gelände war gut ausgeschildert und der Parkplatz sehr großzügig bemessen. Nur ein Bruchteil der vielen Tausend Plätze war belegt. Wir konnten uns gar nicht für einen entscheiden. Vorn dort fährt ein Shuttle Bus in ca. 20 Minuten aufs Gelände der Weltausstellung. Dort war es um 10.00 Uhr sehr leer, was sich aber zum Nachmittag hin änderte. Viele Schulklassen waren unterwegs. Touristen wie wir, werden wohl erst noch erwartet. Die Pavillons erläuft man sich entlang einer Gottseidank wegen der Sonne überdachten breiten Allee. Links und rechts stehen dann die Pavillons sehr vieler Länder. Wir haben Deutschland und die Schweiz besucht. Chile, Argentinien, Uruguay, Polen, Litauen und Südkorea. Für die einzelnen Pavillons musste man zum Teil anstehen, je später es wurde und je mehr Menschen kamen. Theoretisch kann man bis 22.00 Uhr abends bleiben, so die Füße mitmachen. Die Atmosphäre ist ganz entspannt, was vielleicht auch an den vielen jungen Leuten dort liegt. Alle Pavillons haben eine Restauration und Bereiche, wo man sich hinsetzen und ein bisschen abhängen kann. Die kritische Fragestellung, wie wir auf dieser Erde mit Ernährung umgehen und umgehen wollen ist vielerorts eher spielerisch und kommunikativ unterhaltsam beantwortet worden. Vielleicht bringt man Leute nur so dazu, überhaupt zur Weltausstellung zu kommen. Besonders gefallen hat uns der Schweitzer Pavillon. Man wurde mit einem Aufzug in den dritten Stock gefahren. Dort konnte man sich Café, Päckchen mit getrockneten Äpfeln, Salz und Becher mit Wasser nehmen. Die Idee war aber, dass nichts während der Weltausstellung nachgefüllt wird. Wenn also alle Besucher mehr als nötig nehmen, ist für nachfolgende Besucher weniger übrig und mit der Zeit kommt man eben nur noch in den zweiten oder ersten Stock, weil der dritte Stock schon leer gegessen und getrunken ist. Nichts ist also unendlich. Wir fanden die Idee gut.
Und auch die Weltausstellung fanden wir gut. Man kann sicher mehr als einen Tag dort verbringen, lernt viel und wird auf das Beste unterhalten.