Es ist Sonntag und die Sonne scheint. Beste Vorrausetzungen für unseren Plan, die Oregon Coast von Seaside bis Florence zu erkunden. Erster Zwischenstopp war nach ein paar Kilometern in Cannon Beach, das um Klassen schöner als Seaside ist. Dort haben wir als Inspiration für Birgit und Dirk den schönen Wayfarer und die Gelbschopflunde fotografiert.
Die Küste bis Tillamook verfügt über wunderbare breite Sandstrände, die zur Straße größtenteils von einem Waldstreifen getrennt ist. Dazwischen liegen zum Teil atemberaubende Häuser, vor allem dort, wo die Straße oberhalb von Steilküsten entlangführt. Wer dort ein Häuschen hat, braucht keinen Fernseher, eher einen bequemen Stuhl, um den ganzen Tag auf das Meer zu schauen.
Dann führt die 101 ein bisschen von der Küste weg und es wird ländlich bis Tillamook. Dort haben wir dann Pause gemacht. Hier gibt es eine Molkerei, deren Produkte in ganz USA bekannt sind. Und besonders gut sollte das Eis sein. Das wollten wir testen. Zwei Kugeln haben wir uns gegönnt und die waren (Schwaben aufgepasst!) nicht nur gut, sondern auch riesig und nicht teuer.
Unser nächster Stopp war in Lincoln City. Hier reichte der Strand als Attraktion offensichtlich nicht. Also baute man direkt am Meer ein Casino, das im übrigen wie wahrscheinlich alle anderen Casinos mit Ausnahme von Las Vegas und Reno von Natives betrieben wird. In diesem Fall wohl sehr professionell, was das dazugehörige Hotel, Restaurant und RV-Park betrifft. Wir aber wollten doch lieber an den Strand, denn wir hatten gesehen, dass der Wind auffrischte und es tolle Wellen gab.
Pamela Anderson kam zwar nicht vorbei, dafür aber der Beachguard im schicken Auto, um zu sehen, ob alles auf dem Strand in Ordnung war.
Und wir gondelten weiter nach Heceta Head, einem schicken Leuchtturm an exponierter Stelle, der auch noch in Betrieb war. Mir persönlich hat aber noch viel besser das Haus des Leuchtturmwärters gefallen. Gedanklich wähnte ich mich schon im Schaukelstuhl auf der Galerie, den Sonnenuntergang genießend. Aber nichts da, ein Punkt stand noch auf dem Programm, die Oregon Dunes hinter Florence. Hier darf man in ausgewiesenen Flächen, der ansonsten geschützten Dünen mit dem ATV oder dünentauglichen Fahrzeugen durch den feinen Sand kajolen. Das wollten wir natürlich auch.
Es wird inzwischen um 19.00 Uhr dunkel und wir fanden einen schönen Platz zum übernachten im Harbor Vista Park, einem vom Lane County betriebenen Park mit dem Rauschen des Pazifiks und dem Ruf eines Kauzes im Hintergrund. Irgendwie schön.














