Da wir heute Nacht schon auf der Zufahrt zum Highway 504 standen, entschlossen wir uns, eine Stunde zum Johnston Ridge Observatory zu fahren, um von dort den am 18. Mai 1980 explodierten Vulkan Mount St. Helens in Augenschein zu nehmen. Ein Ranger erzählte kundig und sehr anschaulich von dem energiegeladenen und heftigen Ausbruch und er konnte das Erzählte anhand von großen Fotografien gut illustrieren. Bis heute ist dieser Vulkanausbruch Gegenstand von wissenschaftlichen Untersuchungen. Der Ausbruch selbst ist wohl gut erforscht und noch immer beobachtet man, wie sich die Pflanzen nach nunmehr 34 Jahren zurückmelden. Direkt auf dem Berg, dessen Krater zum Teil weggesprengt wurde, sieht man ein nicht zu hoch wachsendes Grün. Weiter weg haben Aufforstungsmaßnahmen zu erstaunlichen Ergebnissen geführt. Nachdem am 18. Mai 1980 zuerst ein Teil des Nordgipfels weggesprengt wurde, führte ein riesiger Erdrutsch zu massiven Zerstörungen und gleichzeitig verbrannte alles im heißen Ascheregen. Noch recht weit entfernte Bäume waren schnell verbrannt und fielen um. 57 Menschen kamen ums Leben, darunter auch der Vulkanologe David Johnston, der sich ausgerechnet hatte, von wo er sicher das Ausbruchs-Geschehen, das schon seit einiger Zeit erwartet wurde, beobachten konnte. Aber der Ausbruch kam schneller und heftiger als berechnet und Johnston verglühte in der heißen Asche.
Nun ja, jetzt aber schnell an die Küste von Oregon. Wir machten Halt in Astoria, um bei Safeway einzukaufen. Als wir ausstiegen hörten wir aus der Ferne ein merkwürdiges Bellen. Wir fragten nach, was das den sei und bekamen zur Antwort, dass im nahegelegenen Hafenbecken Seelöwen herumlungern. Das wollte wir uns nicht entgehen lassen. Und tatsächlich auf zwei Stegen lagen vielleicht 100 Seelöwen und die machten einen Mordslärm. Die einen dösten vor sich hin, die anderen machten Posen mit lautem Getöse. Ich weiß zwar nicht, wie man an den Seelöwen vorbei auf sein Schiff kommt, aber beeindruckend war es schon. Sie riechen allerdings etwas streng. Ein Fischer erzählte Martin dann später, dass sie gerne den Hobbyfischern folgen und ihnen dann die Beute abjagen, indem sie Lachs direkt von der Angel verspeisen. Das macht sie nicht unbedingt zu den besten Freunden der Fischer. Heute Abend sind wir in Seaside und Morgen gondeln wir die Küstenstraße entlang. Gute Nacht.














