Heute Nacht hat es episch geregnet. Wir bekamen eine Idee davon, was eine Sintflut ist. Die ganze Nacht durch bis heute morgen so gegen 10.00 Uhr. Dazu teilweise heftige Windböen, sodass wir kurz überlegten, ob es Sinn macht, weiterzufahren.
Aber, wie gesagt, 10.00 Uhr und der Regen hörte auf.
Also sind wir ins Marin County nach Fairfax gefahren. Unser Ziel sollte das Café Humminbird in diesem Ort sein, wo angeblich das Mountainbiken erfunden wurde. Entsprechend gab es das Marin Museum of Bicycling, mit der Mountain Bike Hall of Fame. Haben wir nicht besucht, aber davor steht ein riesiges Radl.
Das Café Hummingbird, wo es Beignets gibt, konnte uns dann doch nicht überzeugen, eher schon die Fairfax Coffee Roastery, wo es guten Cappuccino und Croissants gab. Danach hat sich Martin in die Hände des ortsansässigen Friseurs gewagt, Feldforschung vor Ort. Während ich auf Außenposten war.
Unser nächstes Ziel war das Nappa Valley und hier „The Culinary Institute of America“ in St. Helena. Ein Ableger einer New Yorker Kochschule, die in einem alten ehemaligen Gebäude der Greystone Cellars untergebracht ist. Das war wirklich interessant, weil man hier eine Ausbildung machen kann bis hin zum Bachelor Abschluss, aber auch ambitionierte Hobbyköche können hier in ein Boot Camp eintauchen. Das Restaurant hatte leider schon für den Mittagstisch geschlossen, aber das Café bot neben leckersten Törtchen auch leckere deftige Kleinigkeiten an. Das Pita mit Papriahumus und der Salat mit einer Rotweinvinaigrette waren wirklich lecker. Das Café wird von Kochschülern betrieben, die alles herstellen, verkaufen und auch für den Service zuständig sind. Dazwischen sieht man Lehrer/Supervisor, die nachsehen, ob alles richtig läuft und auch die Kunden befragen. Neben dem Restaurant gab es noch einen sehenswerten Shop, wo es vieles gab, was man so in der Küche brauchen kann. Mehr Handwerkszeug als Zutaten.
Der Ort St. Helena ist hübsch, touristisch, in der Main Street kann man von Wein bis Juwelen so ziemlich alles kaufen.
Auf dem Weg nach Nappa kommt man an unzähligen Weingütern vorbei. Noch ist alles im Vorfrühling, den man aber schon ahnen kann. Zwischen den Rebstöcken wächst gelber Senf, die Magnolien, Mandelbäume und die Osterglocken blühen schon. Die Sonne kam auch immer mal wieder im Wechsel mit heftigen Schauern. Aprilwetter im März.
Entlang der Straße durch das Nappa-Valley fährt eine Eisenbahn Touristen in hübschen Waggons durch die Gegend. Eine schöne Ecke von Kalifornien.