Der Sonntag war heute ganz schön busy. Nach dem Frühstück standen wir noch kurz am Strand des Refugio State Park und von weitem winkten drei Delphine. Wie schön. Danach ging es auf die Straße und unser erster Stopp heute in Oceano. Kurz hinter Santa Barbara bis San Luis Obispo sieht man links und rechts der 101 jede Menge Weinberge. Leider gab es vom Pacific Highway nur wenige Hinweise auf die dazugehörigen Weingüter. Nur die Laetitia Vinery lud zur Weinverkostung ein. Da es aber noch relativ früh am morgen war, verzichteten wir zunächst.
Erst gab es in Oceano einen Cappuccino und dann ging es an den Strand. Man darf hier mit dem Auto an den Strand fahren, dort parken oder aber in die Oceano Dunes fahren. Eintritt: 5 Dollar. Der Strand ist ziemlich breit und erinnert ein bisschen an St. Peter Ording. Nur dass man dort nur auf den großen Parkplatz auf dem Strand fahren darf und nicht den ganzen Strand entlang von Ording bis Böhl. Bei schönstem Sonnenschein standen wir nun auf dem Strand und haben Mittag gemacht. Also Essen, Nickerchen und Spaziergang. Was man halt so macht am Sonntag. Der Strand war besucht, aber längst nicht überfüllt, es ist eben auch hier noch Nebensaison.
Danach ging es weiter nach Pismo. Hier ist zur Zeit der Monarch-Schmetterling zu beobachten. Wir haben vom Auto aus die Schmetterlingsfreunde und die Falter gesehen, aber nicht angehalten. Denn wir wollten in Pismo Beach Wein aus der Region kaufen. Also habe ich dort in einem der gut sortierten Weinläden eine kleine Verkostung von Rotweinen gemacht. Martin musste ja noch fahren. Wir wurden fündig und wollten eigentlich heute Abend zum Essen eine Feindegustation vornehmen. Aber es kam anders.
Unser nächstes Ziel war Morro Bay. Hier sollte es für heute Nacht der Morro Dunes Campground sein. Dieser liegt unmittelbar hinter Dünen und in Sichtachse zum 176 Meter hohen Morro Rock. Die Empfangsdame am Campground war ausnehmend nett und freundlich. Seit langem mal wieder ein Beispiel für echte herzliche Gastfreundschaft. Wir bekamen einen Platz mit einer schönen Aussicht und ziemlich nette Nachbarn. Wir verabredeten uns auf ein späteres Lagerfeuer und spazierten erst einmal 1 Meile nach Morro Beach zum House of Juju. Dort gab es leckere Burger, serviert mit Bratkartoffeln. Das Restaurant muss es schon länger geben, denn Oma Juju wurde so von ihren Enkeln genannt. So gestärkt spazierten wir noch ein bisschen durch Morro Beach, ein Fischerort, der sehr viel vom Tourismus lebt. Da aber noch keine Touristen hier sind, war es ganz gemütlich.
Zurück beim Wohnmobil hatte Mike schon ein Feuer angezündet. So saßen wir noch eine ganze Zeit draußen, und plauderten mit Mike, seiner Frau und George, der sich auch noch dazugesellte. Es war überaus interessant, was die drei so erzählten. So erfährt man viel über Land und Leute, und wie das Leben hier sich in vielen Dingen von dem Leben in Deutschland unterscheidet. Es war einfach ein entspannter Abend mit netten und freundlichen Nachbarn.