Es war ganz schön kalt heute Morgen, als wir unseren Weg nach Deadhorse fortsetzten. Jetzt begann das „längliche“ Stück. Die ersten 30 Meilen waren auf das Feinste geteert und dann kam wieder die Mischung aus Gravel und geteertem Gravel. Und dann ging es durch die Berge und es schneite am 31. August 2014. Der Schnee blieb auch liegen und später kam die Sonne durch und bot grandiose Aussichten. Ein LKW vor uns hatte auf dem steilen Atigun Pass (1.444 m) sogar Ketten angelegt. Die Temperatur schwankte zwischen 2 Grad plus und 2 Grad minus.
Und dann kamen wir in die Ebene, Tundra. Angeblich soll es hier große Karibou Herden geben. Wir haben nur tote Karibous und viele Karibou-Geweihe auf unzähligen Pick-ups gesehen, die uns entgegenkamen. Entlang eines mäandernden Flusses konnte man auch eine ganze Menge Jägercamps entdecken. Und ganz bequeme Jäger sitzen in ihren Fahrzeugen am Straßenrand, das Gewehr in die Pampa gerichtet und hoffen auf Beute. Mit einer Jagdgesellschaft haben wir gestern gesprochen. Sie hatten insgesamt 600 kg Fleisch erbeutet. Der modebewusste Jäger hier trägt übrigens nicht mehr tannengrün, sondern mit Blättern und Ästen bedruckte Hosen und Sweater.
Ja näher wir Deadhorse kamen, desto schlechter wurden die Straßen. Zum Schluss konnte man noch 40 km/h fahren. Und es zog sich wirklich dahin. 800 km eine Strecke, um an das Ende der Welt zu gelangen. Und das war es denn auch. Eine Ansammlung von Containern, Baracken, schweren Baumaschinen, Kettenfahrzeugen, einem Flugfeld, drei aus Containern zusammengebauten Hotels und unzählige Pick Ups. Der Ort ist nur auf Arbeit auf den Ölfeldern ausgerichtet. 7 Tage die Woche von morgens bis abends. Unser Ziel war zunächst Peterbuilt, die zu Mercedes gehören. Denn auf der schlechten Strecke, ist eine Aufhängung des vorderen Kotflügels gebrochen. „Kein Ding“, meinte der junge Mann dort. „Kommen Sie morgen früh um 6.00 Uhr und dann schweißen wir“. Anschließend aßen wir wirklich super gut im Hotel Aurora. Ein Etablissement, in dem die hier Arbeitenden wohnen und essen. Für 20 Dollar gab es ein tolles Essen vom Buffet. Und keine Seniorenportionen. Frühstück gibt es ab 4.30 Uhr. Wie erwähnt, hier werden keine Touristen, sondern Männer (es gab auch wenige Frauen) mit Hunger verwöhnt.
Jetzt ist es 21.30 Uhr und es ist noch ziemlich hell. Und, ach übrigens, Polarlicht gab es letzte Nacht nicht zu sehen, denn es war wolkig.
















































































































