nach Whitehorse, YT

Es war kühl, 12 Grad Celsius, als wir Watson Lake verließen. Der Campground war ziemlich leer und er schließt am 15. September. Die Straße war nicht gerade spannend, das fanden wohl auch viele vor uns. Uns so wurden die Böschungen kurzerhand mit aus Steinen gelegten Botschaften verziert. Love, Tom and Lind forever, Herzchen oder einfach der eigene Name lauteten die Botschaften. Auch so kann man sich als Beifahrer die Zeit vertreiben. Nach 150 km bot sich bei den Rancheria Falls endlich eine Möglichkeit, die Beine zu vertreten. Mitten im Wald führte ein Boardwalk bequem zu einem mittelprächtigen Wasserfall. Pilzkundige Spaziergänger hätten sicherlich ihre Freude an den vielen und unterschiedlichen Exemplaren gehabt. In Teslin, einem Weiler mit 300 Einwohnern machten wir Stopp an dem üblichen Dreierlei von Tankstelle, Restaurant und RV-Park. Das Essen war erstaunlich lecker und für 1 Dollar 99 Cent konnte man Kaffee trinken, bis er aus den Ohren wieder hinausschoss. Lebende Tiere gab es heute keine, dafür aber in der dem Restaurant angeschlossenen Ausstellung der hier lebenden Wildtiere. Nun kann ich in etwa einschätzen, wie groß ein Elch und wie groß ein Grizzlybär ist. Und, ich muss es eingestehen, in ausgestopftem Zustand waren sie recht sympathisch. Weiter ging es gähnend langweilig auf dem Highway, da half die Hör-CD Hummeldumm ungemein. Und nun regnet es ziemlich, es ist kühl und wir sind in Whitehorse, die größte Stadt im Yukon Territory, das wir ich nun per Posting erfahren habe, kein Bundesstaat ist.

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