Die Welt ist ein seltsamer Ort. Warum sonst springt ein Mann wieder aus seinem Auto, nachdem er getankt hat, zieht seinen linken Schuh aus und wirft ihn in den Kofferraum. Steigt wieder ein und fährt los.
Lieber Patrick, liebe Véronique, lieber Werner, heute sind wir so gegen 16.30 Uhr durch einen Tunnel unterhalb des Flughafens Los Angeles durchgefahren. Das müsste ja dann auch so in etwa die Zeit sein, zu der ihr nach Frankfurt los geflogen seid.
Unser nächstes Reise-Teil-Projekt ist die Küstenstraße von San Diego bis nach San Francisco. Gestern sind wir schon bis Carlsbad gekommen und haben auf dem wunderschönen State Campground dort übernachtet. Es war heute morgen ganz schön windig, sonnig und die Wellen des Pazifik waren auch nicht von schlechten Eltern. Zu unserer Überraschung waren aber keine Surfer zu beobachten. Carlsbad ist eine schöne Stadt mit einer gut aussehenden Army and Navy School. Hier konnten wir Schüler weit unter 18 Jahren beobachten. Nett war auch zu sehen, wie am Freitag morgen auf einer Wiese mitten im Ort eine Hundeshow für Collies stattfand. Da wurde gebürstet, gesprayt und gepost.
Neben dem Pacific Coast Highway (A101) laufen parallel Schienen, die zu einem Pendelverkehr nach San Diego gehören. Das passt zu San Diego, denn der Verkehr war dort nicht so grauenvoll wie in Los Angeles. Wir fanden, dass San Diego eine lebenswerte Stadt ist. Am Aliso Beach, der zur Stadt Laguna Beach gehört, haben wir eine Pause gemacht. Das Meer war so verführerisch blau, der Strand so gepflegt und hell und das Wetter zwar kalt, aber sehr schön. Neben dem Parkplatz war am Posten des Lifeguard eine Notiz angebracht, dass man sich zu Auswahlrunden als Lifeguard bewerben kann. Also, wer in diesem Sommer noch nichts vorhat, schwimmen kann und das kalifornische Leben genießen möchte, sollte über diese Möglichkeit mal nachdenken. Schön ist es hier schon. Und noch schöner waren die Villen oberhalb der Bucht. Sie hatten alle einen gigantischen Blick auf den Pazifik und einen Zugang zum Strand.
So gepflegt es in diesen Küstenorten ist, so sehr kann man sich hier auch vom gesunden kalifornischen Leben inspirieren lassen. Beim Ortseingang von Laguna Beach wird man gleich darauf hingewiesen, dass dies eine rauchfreien Gemeinde ist. Und mit gesundem Leben kann man nie früh genug anfangen, wie das Geschäftsschild von „Organic Babies“ verkündet. Und zwischen den am Pazifik gelegenen und überaus gepflegten Orten fährt man immer wieder an schönen Küstenabschnitten vorbei. Und immer sieht man jemand joggen, walken oder Fahrrad fahren.
In Laguna Beach, einstmals eine Künstlerkolonie reihen sich nun noble Gallerien, Antiquitätengeschäfte, Cafés, Interiorläden und Restaurants aneinander.
Langsam aber sicher näherten wir uns Los Angeles. Vor Long Beach durchquert man ein Hafengebiet. Hier gibt es ähnlich wie in Hamburg viele LKW´s, die mit Containern beladen sind. Ein also eher industriell geprägter Küstenabschnitt.
Dann fährt man am Torrance Beach, Redondo Beach, Hermosa Beach und Manhatten Beach bis man nach Venice kommt. In Redondo Beach haben wir wieder eine Pause gemacht und bei Kirari West, einem Organic Café, etwas Gesundes zu uns genommen: Süßkartoffel-Quiche mit Bratkartoffeln, linksdrehend. 28 Dollar später fühlten wir uns wie neu.
Ab Venice steht man für rund 20 Kilometer durch Santa Monica, Pacific Palisades bis nach Malibu. Aber wann steht man schon mal so schön mit Sonnenuntergang über dem Pazifik im Stau. Und nun übernachten wir noch einmal auf dem Malibu Beach RV Park und freuen uns über die schöne Aussicht.