Nachdem wir schon in Monterey übernachtet haben, war es heute morgen ein Klacks, um zum Monterey Bay Aquarium zu kommen. Es steht am Ende der Cannery Row, wo vormals Fischfabriken standen, die Sardinen verarbeiteten und die im Roman „Cannery Row“ von John Steinbeck verewigt wurde. Heute sind in die ehemaligen Fabrikationshallen viele Restaurants und Shops eingezogen. Sie alle profitieren vom Monerey Bay Aquarium, das wirklich sehenswert ist.
Der Eintritt ist nicht billig, nein keine 50 Dollar, sondern 49,95. Aber dafür werden Meerestiere und Fische aller Art in einem zentralen und riesigen Aquarium präsentiert. Daneben gibt es jede Menge kleinere Bassins, wo winzigste Meeresbewohner gezeigt werden, als auch für uns völlig exotische Quallen, Medusen, Korallen, Oktopusse und Krebse. Auch silbrig glänzende Fischschwärme kann man in großen Aquarien beobachten. Für kleine und große Kinder gibt es offene Becken, wo man unter Anleitung manche Tiere auch anfassen darf. Es gibt eine arktische Sektion mit Pinguinen und Papageientauchern. In diesem Bassin konnte man beobachten, wie zwei Taucher zur Reinigung unterwegs waren. In kreisrunden Aquarien schwammen Sardinen im und man konnte beobachten, wie sie ihre Mäuler aufsperrten, um Nahrung aufzunehmen. Die meisten Aquarien wurden in dunkler Umgebung präsentiert, was das Ungewöhnliche, was es zu bestaunen gab, noch ungewöhnlicher machte.
Das Thema einer Sonderausstellung waren die Bewohner der Wüste und des Meeres in der Baja California. Inklusive Animation, wie sich das Klappern einer Klapperschlange anhört. Da wir bis letzte Woche dort waren, hat uns natürlich besonders interessiert, welche Tiere wir verpasst haben.
Das Monerey Bay Aquarium ist direkt am und über das Meer gebaut. Architektonisch interessant verbindet sich innen mit außen, d.h. Die präsentierten Meeresbewohner in den Aquarien korrespondieren mit der grandiosen Monterey Bay.
Ich hätte noch Stunden dort verweilen können, aber so langsam hatten wir auch Hunger und so haben wir eine Kleinigkeit beim italienischen Imbiss in der Cannery Row zu uns genommen. Bei Bubba Gump Shrimp haben wir nicht gegessen, aber kurz darüber nachgedacht, dass „das Leben wie eine Pralinenschachtel ist“.
Wir hatten heute noch die Idee, bei Clint Eatwood vorbeizuschauen. Der besitzt in Carmel, wo er von 1986 bis 1988 Bürgermeister war, ein Restaurant, die Mission Ranch. Wir sind auch vorbeigefahren, aber das war eher ein Platz, zu dem man mit dem Auto und nicht mit dem Wohnmobil fährt. Schön gelegen, mit Blick auf Weiden und grüne Hügel hätte man gediegen auf der Terrasse Platz nehmen können. Vielleicht nächstes Mal.
Dafür waren wir in Carmel im Supermarkt einkaufen. War auch gediegen.
Heute Nacht stehen wir im Seacliff Statepark, wieder direkt am Pazifik. Den Sonnenuntergang haben wir bei einem Glas Rotwein genossen, auch wenn es nicht gerade sehr warm ist. Aber Sundown ist Sundown, zumal hier am Pier ein versenktes großes Boot malerisch in der Abendsonne leuchtete.
Morgen wollen wir ja die amerikanische Dreifaltigkeit Appel, Google und Facebook sehen. Wir fahren ins Silicon Valley. Heute haben wir uns als Vorboten für alle zu erwarteten Nerds mit einem Camping-Nachbarn, Mike, unterhalten, der als digitaler Nomade von unterwegs arbeitet und spätestens nach drei Wochen weiterzieht. Gebt ihm WiFi und was zu essen und er funktioniert.
Mehr dazu morgen.