Jekyll Island

First of all: Happy Birthday Dave Eck – the now world famous cook of Thanksgiving Turkeys! Thanks again for the invitation.

Es wurde gestern schon dunkel, als wir über die imposante Brücke vor Jekyll Island fuhren. Das letzte Tageslicht am Horizont und der Blick über eine weite weite Marschlandschaft, durch die sich dunkle Wasserläufe ziehen. Dann kam der Abzweig nach Jekyll Island und sechs Dollar später durften wir auf einer dunklen kleinen Straße zum Campground fahren. Da die ganze Insel ein Statepark ist, gibt es auch viele Tiere, die geschützt werden. Gestern Abend waren es jede Menge Rehe am Wegesrand. Man musste in der Dunkelheit schon ganz schön aufmerksam sein.
Berühmt wurde die Insel als Refugium für Millionäre, die Ende des 19. Jahrhunderts die Insel kauften und sich einen Winterkurort schufen. Das waren Familien wie Rockefeller, Pulitzer, Vanderbilt, Goodyear und einige mehr, die sich hübsche Villen und schöne Gärten anlegen ließen. 1947 konnte der Staat Georgia die Insel kaufen und machte daraus einen Statepark. Vielleicht hatten die Nachkommen der ursprünglichen Besitzer keinen Spaß mehr an der Insel. Wie auch immer, heute kann man die alten Gebäude zum Teil besichtigen und zwei Villen des eleganten Club-Hotels werden heute als Hotel-Dependencen genutzt. Vor dem Jekyll Island Club Hotel fanden wir das Crocket-Feld bemerkenswert. Am Rand standen zwei weiße Holzsessel und auf einem saß ein älterer Herr in weißer Kleidung, der auf vielleicht auf seine Spielpartner wartete oder vom Hotel malerisch in Szene gesetzt wurde. Auf alle Fälle wirken das Gelände mit den alten Villen und den alten Eichen sehr elegant.

Da die ganze Insel ein Statepark ist, wird die Natur sehr geschützt und es gibt neben den schon erwähnten Rehen, Alligatoren, Schildkröten, Waschbären und viele Wasservögel.
Wir waren auf dem einzigen Campground der Insel und natürlich wird auch der vom Staat unterhalten. Das bedeutet meist, dass die Plätze sehr naturnah gehalten sind und meist keinen großen Luxus bieten. Hier war der Platz ein Geheimtipp guterhaltener Snow-Birds. Die technische Ausstattung war vergleichsweise gut und die Platzmiete niedrig. Unser Standnachbar war davon so begeistert, dass er gleich für ein paar Monate hier blieb. Nun ja, er kannte auch schon alle auf dem Platz. Ein ursprünglich aus Belgien stammendes Paar kommt jedes Jahr im Monat November um den Sommer zu verlängern. Sie wohnen ansonsten fest in Ontario. Und auch das Paar aus der Nähe der Niagara-Fälle zog die Wärme auf Jekyll Island der fernen Heimat vor. Diesen drei Paaren war gemein, dass sie gut und erholt aussahen, was auch daran lag, dass sie mit 50, spätestens aber mit 55 in Rente gingen. Das haben wir jetzt schon ein paar mal gesehen. Die meisten, die so früh aufhören konnten zu arbeiten, waren bei der Army oder der Polizei beschäftigt.

Wir hatten ja nur die Watt Seite der Insel gesehen, jetzt wollten wir natürlich noch den Strand sehen. Feinster Sand, langer Strand und natürlich wenig Leute. Aber was uns umhaute, war die Schlittschuhbahn direkt am Strand bei 22 Grad Celsius. Energie kostet hier irgendwie nichts.
Und wenn man dann doch mal Geld für irgendetwas braucht, dann geht das oft über Fundraising. Eine Idee, die uns gut gefiel, war ein Weg, der mit Ziegelsteinen gepflastert war, auf denen jeder einzelne mit einem Spendernamen graviert war. Sah gut aus und hat bestimmt viel Geld eingebracht.
Gegen Nachmittag haben wir dann die Insel verlassen und sind nun in Brunswick.

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