Sonntagmorgen und die Sonne scheint. Heute haben wir frei. Das bedeutet zunächst einen schönen Strandspaziergang vom Campground weg. Das besondere hier sind die wabernden Nebelschwaden, die nur langsam von der Sonne aufgelöst werden. Und so wurden unseren Blicken immer weitere kleinere Inseln freigegeben, je später es wurde. Bei den direkt an die Bucht grenzenden Felsen konnte man Seeanemonen bewundern. Nach dem Spaziergang fuhren doch mit dem Auto und nicht mit dem Fahrrad nach Tofino. Früher war das hier wohl mal ein Hippie-Dorf. Jetzt ist es ein Ort für hippe Outdoorfreaks. Hier gibt es viele Geschäfte, die alle wichtigen Accessoires für Surfer und Stehpaddler anbieten. Viele Beachbums und ihre Mädels. Alle waren cool und wir natürlich auch, als wir von der Terrasse unseres Cafés das Treiben beobachten.
Dazu blauer wolkenloser Himmel und eine wärmende Sonne. Das Leben ist schön.
Eine Mission hatten wir dann doch noch. Wir wollten nach Long Beach, dem Herzstück des Pacific Rim National Park Reserve. Ein blendend weißer langer und tiefer Strand mit sehr viel ausgeblichenem Schwemmholz und ein paar Surfern. So groß, dass sich die Leute gut verteilen. Von Zeit zu Zeit ziehen immer wieder Nebel auf und tauchen die Landschaft trotz vollem Sonnenschein in ein geheimnisvolles Licht. Wir können ohne Übertreibung sagen, dass dies einer der schönsten Strände war, die wir je gesehen haben.
Und weil wir schon einmal hier waren wollten wir auch das Gegenprogramm sehen: den Regenwald. Dazu haben wir den Rainforest Trail besucht und sind auf einem Steg gehend in den Wald regelrecht eingetaucht. Alles ist feucht und mit Moosen und Flechten bewachsen. Intakte Bäume, abgestorbene Bäume, jede Menge Farne. Es war ein besonderer Eindruck. Auf dem Rückweg lief noch ein kleiner Schwarzbär über die Straße, was für ein schöner Sonntag.
























