Schon wieder war es ganz schön kalt heute Nacht. Auf dem Campground hatten sie das Wasser abgestellt, aber wir hatten noch genug in unserem Tank, um zu Duschen und Kaffee zu kochen.
Danach ging es auf die Autobahn. Hinter Pensacola haben wir dann Florida verlassen und sind nach Alabama gekommen. Da wir schon einmal eine Südstaatentour gemacht haben, durchquerten wir diesen Staat und haben auch nicht in Mobile Halt gemacht. Danach kommt Mississippi. Hier statteten wir dem Visitor-Center an der Staatsgrenze einen kurzen Besuch ab, bevor wir unser Tagesziel Biloxi ansteuerten. Auch in Biloxi waren wir während unserer Südstaatentour vor ein paar Jahren. Damals konnte man noch viele vom Wirbelsturm Katrina leergefegte Grundstücke erkennen. Das hat sich nun stark gebessert. Biloxi lebt stark von den Spielkasinos, die es hier gibt und die mit den dazugehörigen Hotelkomplexen den Ort beeinflussen.
Unser Ziel aber war das von dem Stararchitekten Gehry gestaltete Ohr-O`Keefe Museum of Art. Das Gebäude ist 2010 fertig gestellt worden und trägt den schönen Namen „Dancing with the trees“. Mehrere kleine, traditionelle und futuristisch anmutende Gebäude sind um die dort stehenden großen lebenden Eichen herum arrangiert. Diese Gebäude sind unterschiedlich hoch und stehen in Kommunikation mit den Bäumen. Jedes der Gebäude kann unterschiedliche kleinere Ausstellungen aufnehmen, wobei die Werke von George Ohr gesetzt sind. George E. Ohr (1857-1918) war ein Keramiker, der von sich selbst als „Mad Potter of Biloxi“ sprach. Zwei der Pavillons waren mit Keramiken von George E. Ohr und Paul Andrew Wandless bespielt, in einem waren 10 historische und gut restaurierte Motorräder ausgestellt. Warum Motorräder? Warum nicht? Die einzelnen Pavillons werden von den ortsansässigen Casinos finanziell unterstützt. Leider waren nicht alle der Pavillons mit einer Ausstellung bespielt. Das ist schade, wenn so tolle Gebäude leer stehen. Aber Ausstellungen kosten Geld. Und Biloxi wirkt nicht so, als ob es in Geld schwimmt. Besonders gut aber haben uns die Museumsangestellten gefallen, die uns in den Pavillons etwas über die Ausstellung erzählt haben. Sie sind Volunteers und machen ohne Bezahlung einen tollen Job.
Nach der Kunst haben wir noch den Fliegenbaum besucht. Rund um eine große Eiche ist auf ca. 1.50 m rundherum eine kleine Terrasse aufgebaut. So kann man schön im Schatten sitzen und wird nicht von Fliegen und den fiesen No-Sees aufgefressen, da diese sich in Bodennähe aufhalten. Wie böse diese Biester beißen, haben wir schon selbst auf einigen Campgrounds in Florida erfahren.
Wir übernachten nun in Biloxi in Strandnähe. Bei „Slap ya Momma`s Barbeque“ haben wir zu Abend gegessen. Lecker Rippchen und smoked Chicken und dazu ein Bier. Wie gut, dass wir nach dem Essen zurück einen kleinen Verdauungsspaziergang hatten.