Auf zum Mesa Verde Nationalpark

Albuquerque verließen wir so gegen 10.00 Uhr morgens. Unser Ziel heute ist der Mesa Verde Nationalpark, beziehungsweise der Campground daneben, denn wir hatten 360 km zu fahren und dann ist es bestimmt zu spät, noch in den Park einzufahren. Bei strahlendem Sonnenschein und 8 Grad Celsius führte uns der Highway 550 an so wichtigen Orten wie Cuba, Nageezi und Bloomfield vorbei. Wir bekamen mal wieder eine Idee von der Weite des Landes. Die vorherrschende Farbe war gelb und ocker. Wie toll muss es hier aussehen, wenn es mal regnet und die Farbe grün erscheint. Aber auch so hat die Fahrt ihren Reiz. Die Straße führt mal einen kleinen Berg hinauf und hinunter, in der Ferne sieht man dann und wann schneebedeckte Gipfel und in neben dem Highway Rinderherde und vereinzelte Häuser. Zwischen Bloomfield und Durango weiter im Norden verläuft die Staatsgrenze zwischen New Mexico und Colorado. Da wir inzwischen auf einer kleinen Nebenstraße unterwegs sind, gibt es natürlich auch kein Welcome-Center. Und dann fährt man einen Berg herunter und erblickt Durango. Eine Stadt, die früher mit der Eisenbahn reich wurde und nun auf den ersten Blick aussieht, wie ein größerer Skiort in den Alpen. Viele Apartmenthäuser, Hotels und Restaurants, aber leider kein Schnee. Uns war das ja ganz recht, denn es waren nun noch ca. 30 Meilen bis zum Mesa Verde Nationalpark. Die beiden Campgrounds waren „closed for the seaseon“. Also sind wir zum Besucherzentrum des Parks gefahren und der Ranger meinte, dass auch der Campground im Park geschlossen sei. Aber um die Ecke, eine halbe Meile entfernt, würden wir ein paar Stellplätze ohne alles mitten in der Landschaft finden. Kostenlos. Also stehen wir nun fast allein (es gibt noch zwei weitere Partien) an einem unbeleuchteten Hang. Wildromantisch, oder? Morgen werden wir dann in den Mesa Verde Nationalpark einfahren und uns die Felsenwohnungen der präkolumbianischen Pueblo-Indianer ansehen.

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