Twillingate

Heute morgen regnete es leider ziemlich stark. Trotzdem machten wir uns wie geplant auf den Weg nach Twillingate. Der Weg dorthin führt über einige Inseln, die mit Brücken verbunden sind. Außerdem sieht man links und rechts viele kleine unbewohnte Inseln und Inselchen. Die Heidelandschaft dazwischen ist sehr bunt und auch die Flechten auf den Granitblöcken scheinen in allen Farben. Sehr pittoresk und bestimmt noch einmal doppelt so schön bei Sonnenschein. In Twillingate sind wir sofort zum Leuchtturm gefahren. Dort oben war natürlich nichts los und bei bestem Sonnenschein und im Juni hat man dort eine GIGANTISCHE Aussicht auf vorbeitreibende Eisberge und Eisschollen. Schließlich befinden wir uns hier an der Iceberg Alley. Wer also dieses Schauspiel von März bis Juni sehen möchte: www.icebergfinder.com. Und später im Jahr sieht man vielleicht auch noch Wale vorbei schwimmen, aber wir haben schon mehrmals gehört, dass die Wale nicht mehr so häufig hier sind, weil sie ihrer Nahrung folgen, und die ist augenscheinlich zur Zeit nicht in ausreichendem Maße vor Neufundland vorhanden. So blieb uns ein superschöner Ausblick von hohen Klippen über das Meer und den Leuchtturm.

Weiter nach Burell blieben wir vor einem dekorierten roten Schuppen stehen, der am Ende eines Steges stand. Wir machten ein Foto und schon kam Melvin Horwood. Er erklärte uns, dass sich in dem Schuppen sein privates Museum befinde. Ob wir es sehen wollten? Ja, gerne, was soll schon in einem 10 qm großen Schuppen sein? Die ganze Welt im Kleinen, so kann man es zusammenfassen. Melvin sammelt Kugelschreiber, Sticker und Aufnäher aus der ganzen Welt. Alle Leute, die hier vorbeikommen, haben Melvin eines dieser Dinge geschenkt. Melvin, inzwischen Rentner, war früher Fischer und auf dem Steg trocknete er Fisch. Nun ist er Leiter seines eigenen kleinen Museums in einem weltumspannenden Universum. Falls jemand Melvin einen Kugelschreiber oder Sticker schicken möchte, ich habe seine Postadresse.

Auf dem Weg zurück zur Fähre nach Fogo Island hielten wir beim Orchideen Café. Eine junge Frau, deren Großmutter aus Braunschweig stammt, führt das Café seit vier Monaten. Die Kuchen und Kekse sind selbst gebacken und sehr lecker. Internet, Unterhaltung und Kaffee gab es auch, alles gut.
Wir kamen gerade richtig für die Fähre nach Fogo Island. 45 Minuten später waren wir dort und fuhren direkt nach Fogo weiter. Hier stehen wir nun am Strand des Brimstone Head. Den haben wir erwandert und eine schöne Aussicht auf die Bucht und unser WoMo genossen. Außerdem haben wir einen Schnack mit Dwight und seine Frau Kathi gehalten, die finden, dass Fogo mystisch ist. Das werden wir morgen rausfinden.

PS: Dwight ist sehenswert – im Blog unter Krakterköpf