Gränna – Stockholm

Nach einem kleinen Spaziergang mit Max am See Vättern entlang führte uns unsere erste Etappe zum Freilichtmuseum Gamla in Linköping. Hier wurden alte Häuser aus Linköping zu einer kleinen Stadt wieder aufgebaut, die den Besuchern einen Eindruck vermitteln soll, wie vor hundert und mehr Jahren das urbane Leben in Schweden ausgesehen hat. Eine Schule, eine Bank, eine Seilerei, eine Apotheke, ein Restaurant und Geschäfte bieten ein touristisches Angebot. Auf alle Fälle war es ein hübscher Zwischenstopp auf dem Weg nach Stockholm.

Hier stehen wir nun mitten in der Stadt auf einem einfachem Stellplatz namens Tantolundens hubilscamping. Man kann von hier zu Fuß die Altstadt erreichen, was wir morgen auch tun werden, aber heute reichte es nur bis zum nächsten Pub, wo das Bier schlanke 5 Euro kostet, aber umso besser schmeckte. 

Malmö – Gränna

Die Öresund-Brücke von Kopenhagen nach Malmö, die wir tags zuvor im Dunkeln passiert hatten, war von unserem Stellplatz in Linhamn wegen Nebels leider nicht zu sehen. Macht nichts, vielleicht haben wir ja auf dem Rückweg Glück. Im Fokus unserer näheren Umgebung interessierten uns die vielen Sportboote, die ihren Winterschlaf aufgebockt an Land verbringen und uns einen Eindruck darüber verschafften, dass Schweden eine Segelnation ist. Unsere erste Station heute sollte Klippan, etwa 80 km nördlich von Malmö sein. Klippan, Moment, heißt so nicht ein Sofa von Ikea? Egal, interessiert uns gerade nicht so.  In Klippan gibt es einen Fabrikverkauf des gleichnamigen Unternehmens Klippan und das stellt Plaids und Sofadecken her. Inzwischen nicht mehr am Ort, sondern in Riga, aber immer noch als Familienunternehmen. Im Ausstellungs- und Verkaufsraum im gediegenen Industriecharme werden die schönen Decken, Kissen, Stoffe, Strickgarne in allen Farben dieser Welt angeboten. Angereichert ist das Angebot mit allerhand Schnickschnack, um es sich zu Hause gemütlich einzurichten, hygge eben. 

Adresse: Järnvägsgatan 21, Klippan (bei Helsingborg) Gestärkt mit Süßstückchen der örtlichen Bäckerei ging es dann weiter zu unserem heutigen Etappenziel, Gränna am See des Vättern. Berühmt  ist der hübsche Ort für die rot-weiß gestreiften, nach Pfefferminz schmeckenden Zuckerstangen, die hier Polkagris heißen und in vielen Geschäften verkauft werden. Inzwischen werden diese Bonbons und Zuckerstangen in allen Farben und Kombinationen angeboten, ein Traum für alle Zuckerliebhaber. Da nun Ende Januar wirklich nichts los ist und wir nur mit 3 Wohnmobilen auf einem gigantischen Parkplatz am Vättern stehen, hatte die Verkäuferin Zeit für einen kleinen Plausch. Sie erzählte uns, dass dieser Ort mit knapp 3.000 Einwohnern pro Jahr 2 Millionen Gäste empfängt, wobei die Hauptsaison von Juni bis Mitte August andauert. Das erklärt auch den riesigen Parkplatz. Uns hat es gefallen und morgen starten wir nach Stockholm