Gestern Abend waren wir ja mal wieder auf der Jagd nach Polarlichtern. Inzwischen wissen wir, dass es nicht nur einen klaren Himmel braucht und die entsprechenden Sonnenaktivitäten. Nein, diese Aktivitäten müssen auch entsprechend stark sein, sonst sieht man ein kurzes Aufflackern und das wars. Angeblich sollen die stärksten Polarlichter zwischen 22.00 und 23.00 Uhr zu sehen sein. Wir haben gestern wirklich alles gegeben. Aber die Fotos von mondbeschienenen Wolken fanden wir am Ende auch schön. Zur Belohnung gab es vor dem Zubettgehen um 23.30 Uhr noch einen Tee mit eine ordentlichen Schluck Rum, denn das nächtliche Fotografieren lässt einen ganz schön frieren.
Unser Ziel heute war Överkalix am Arctic Circle. Wer kennt es nicht? Wir stehen heute Nacht beim Grand Arctic Resort. Normalerweise machen wir ja keine Werbung, aber wer gerade Zeit und Lust hat sollte mal unter folgendem Link nachschauen: https://swe.explorethenorth.se/files/download/etn_gar_winter2022-2023_a4_web.pdf.
An einem dick zugefrorenen See gelegen, kann man hier auch als WoMo-Gast Snowmobile fahren, Langlaufen, Schneeschuh laufen, mit dem Schiebeschlitten fahren oder einfach spazieren gehen. Und wenn man dazu keine Lust hat, kann man einfach aus dem Fenster des WoMo schauen und den Leuten bei ihren Aktivitäten zusehen. Passiver Sport sozusagen, macht ja mitunter auch Spaß. Auf dem Weg hierher haben wir einfach nur die Landschaft auf uns wirken lassen. Die Leere der Straßen, ein paar Rentiere, hübsche rote Bullerbü-Häuser oder aber Schiebeschlittenfahrer am Straßenrand. Uns ist aufgefallen, dass schwedische Fußgänger ein Gottvertrauen in die Aufmerksamkeit der Autofahrer haben. Über einen Zebrastreifen wird grundsätzlich gelaufen, ohne nach links und rechts zu schauen und auch Fußgänger am Straßenrand einer Europastraße scheinen sich nicht sonderlich unwohl zu fühlen. Dieses Gefühl hat sich bei uns allerdings noch nicht eingestellt.
Exkurs: Wahrscheinlichkeit für Polarlichter war laut App bei 1%. Das Ergebnis folgt:
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