Lewisporte

Heute gilt es mal ein bisschen Strecke zu machen. Aber schon in Deer Lake machten wir einen Halt und besuchten das Newfoundland Insektarium. Es gab dort Schmetterlinge zu sehen, die von Schmetterlingsfarmen in Südostasien, Süd- und Zentralamerika und aus Afrika stammen. Die Larven werden von dort geliefert und schlüpfen auf der Schmetterlingsfarm hier. Dann leben sie in einem tropisch warmen Schmetterlingshaus. Außerdem gab es eine Sektion mit Spinnen, Käfern, Bienen, Heuschrecken und Fliegen, die in Terrarien gehalten wurden. An den Wänden waren Hunderte Insekten aufgespießt und katalogisiert. Es wirkte gut und professionell geführt.

Vor dem Insektarium haben wir eine Familie aus Österreich getroffen, die mit ihren beiden kleinen Kindern ein halbes Jahr im eigenen Wohnmobil durch Kanada getourt sind und nun zum Ende des Oktobers wieder nach Österreich fliegen. Zwei Huskys waren auch dabei. Sie wirkten ziemlich tiefenentspannt und Outdoor erfahren.

Nun mussten wir aber wirklich ein paar Kilometer machen. Unsere Idee, in Bishop´ Falls zu übernachten verwarfen wir, der Ort hat außer einem Tims (was immer zu begrüßen ist) und drei (!!!) Handwerkermärkten eigentlich nichts zu bieten.

Weiter ging es nach Twillingate. Ein ruhiger, leider bereits geschlossener Campground am See wurde ausgewählt. So ruhig, wie gedacht, war es dann doch nicht. Ab 21.00 Uhr kam die Dorfjugend angerollt, um bei lauter Musik und mit steigendem Alkoholpegel immer lauteren Stimmen zu feiern. Irgendwann wurde es uns zu bunt und wir fuhren im Schlafanzug weiter in die Sportmarina und gut war´s.

Trans Canada Highway TCH #1

Direkt von der Fähre sind wir gestern auf den Parkplatz des Visitor Centers gefahren und haben dort übernachtet. Heute morgen ging der Blick aus dem Bett direkt über Channel-Port-aux-Basques. Unser erster Gang führte uns zu Tim Horton, dem Hort der Gastlichkeit und des Internets.
Danach, frisch gestärkt ging es auf den TCH #1 (Trans Canada Highway) Richtung Corner Brook. Man fährt abwechselnd durch eine bunte Heidelandschaft, dann hügelauf und hügelab durch bunte Mischwälder (Indian Summer!!!), dann wieder durch Grasland und Nadelwälder. Ab und an schlängelt sich der Highway an der Küste entlang, dann gibt es superschöne Aussichten. Dann und wann sieht man Häuser oder kleine Siedlungen. Zwei Tankstellen und jede Menge kleine Baustellen. Da nicht viele Autos unterwegs sind, hat das ganze zenmäßige Züge.
Corner Brooks ist wie schon erwähnt, die mit 26.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt Neufundlands. Und sie ist nicht sehr besonders. Am Hafen gibt es ein riesiges Holzlager für die ansässige Papierfabrik. Diese wiederum riecht man in der ganzen Stadt. Kreuzfahrtschiffe legen hier wohl auch an, um die Gäste dann zum Gros Morne Nationalpark zu fahren. Viel Geld bleibt also nicht in der Stadt, was man auch an den Läden und den Leuten auch teilweise ansieht.
Also weiter ins Skiresort nach Steady Brook. Es gibt hier drei Skilifte, ein gut sortiertes Sportgeschäft, einen Hochseilgarten, einen Laden für Alkohol, eine Tankstelle und eine Ferienhaussiedlung. Schnee gibt es normalerweise ab Ende Dezember bis Ende April. Richtig gut sei das Skifahren im Januar und Februar. Das werden wir also auf unserem Trip nicht mitmachen können.

Auf der Fähre nach Neufundland

Die Fähre nach Neufundland wartet. Um 10.00 Uhr sollte die Beladung der Fähre beginnen. Da nun schon starke Nebensaison ist, waren nur drei Wohnmobile an Bord. Dafür aber einige schöne Trucks, die alles auf die Insel bringen, was die ca. 485.000 Einwohner (Newfies) brauchen. Von denen wohnen übrigens 106.000 in St. John’s, bzw. 197.000 im Großraum von St. John’s. Die zweitgrößte Stadt ist Corner Brooks mit 26.000 Einwohnern.
Wir hatten trotz Tagfähre eine Kabine gebucht, denn 8 Stunden, die man sich auf dem Schiff vertreiben muss, können ganz schön lang werden. Wir bekamen eine nette, in Fahrtrichtung gelegene Außenkabine, mit zwei Betten, einem Bad und einem Fernseher. Das ganze auf gefühlten 5 Quadratmetern.
Das Wetter wurde aber immer besser, sodass man auf dem Achterdeck, dem Wind abgewandt, sehr schön in der Sonne sitzen konnte. Nur der Wellengang wurde Richtung Port-aux-Basques immer stärker. Das Schiff rollte ein wenig. Würg.