Niagara Falls

Ja, was soll man dazu sagen? Wir näherten uns diesem touristischen Hotspot mit dem Fahrrad. Von Niagara-on-the-lake ging es in 15 km und brütender Hitze nach Niagara Falls. Entlang schöner Parks, gepflegter Villenviertel, Golfplätzen, netten Bed-and-Breakfast Plätzen und einfachen Hotels näherten wir uns der den Niagara-Falls. Landseitig umsäumt von wirklich riesigen Hotels kommt man zunächst an einem beeindruckenden Wasserkraftwerk vorbei. Danach kann man auf der anderen Uferseite die amerikanischen Wasserfälle betrachten. Und sorry, Amerika, was dann kommt und zu Kanada gehört, die Horseshoe-Waterfalls sind doch um einiges schöner und beeindruckender als die amerikanischen. In einem Halbrund schäumt beeindruckend viel Wasser über die Wasserkante. Und heute, da es sehr heiß war, konnte der versprühte Wassernebel uns wirklich sehr erfreuen. Und nicht nur uns. Dieses Schauspiel zieht unheimlich viele Leute an, die den Blick von diesem Naturschauspiel nicht wenden können. Und natürlich von der Inszenierung. Die Maid of the mist Boote sind gefüllt mit in rosa und hellblauen Plastiktüten gewandeten Personen, die den Wasserfällen und ihren Wassernebeln ziemlich nah kommen. Ob das so viele frisch verheiratete Paare sind, kann ich nicht sagen.

Am Nachmittag ging es zu unserer nächsten Mission. Rund um Niagara-on-the-lake gibt es viele Vineries. Und man sieht auch viele gepflegte Weingärten und Obstgärten (Pfirsiche). Also sind wir auf Empfehlung zum Ravine Vineyard geradelt. Dort gab es verschiedene Weiße und Rote. Auch Cuvees, die wir noch nie gehört haben, wie red coat und york road. Aber auch Biertrinker kamen auf ihre Kosten mit Barnraiser und Steam Whistler. Zum Essen wurden zwei wirklich leckere Pizzen mit dünnem Teig und leckerem Käse serviert. Dazu zwei Viertel und auf dem Weg nach Hause rollten die Fahrräder nur so dahin. Die Preise der Weine sind eher hoch. Die Flasche jungen Weins kostet zwischen 20 und 30 Dollar.

Was gab es dann noch so zu essen? Gestern mussten wir unbedingt ein Sandwich mit Rauchfleisch probieren. Das Beste soll es bei Schartz´s Delicatessen geben. Dort haben wir es verpasst, aber in Kingston war es auch sehr lecker. Eigentlich ist es so etwas wie Rinderschinken oder wie die New Yorker sagen, Pastrami.

Den Preis für die Auflösung von Barbe à papa geht an meine Schwester Claudia. Ich darf wörtlich zitieren: „Ihr wart noch nie auf einem französischen Jahrmarkt, bemerke ich. Barbe à papa ist nicht etwa das Haarkleid von Ludwig im Gesicht, sondern, ganz klar, Zuckerwatte. Weiß man doch.“

DSCF0595 DSCF0591 DSCF0588 DSCF0554 DSCF0543 L1003940