Jockmokk again

Ab und zu sind auch hauswirtschaftliche Dinge zu erledigen. Dazu gehört auch, dass man das gebrauchte Wasser entsorgen muss, wenn die Tanks überzulaufen drohen. Entsorgen kann man meist auf Campingplätzen. In Kiruna und Umgebung funktionierte das leider nicht, weil alles gefroren und geschlossen war. So telefonierten wir ein wenig herum und nach nur 218 km wurden wir in Jokkmokk fündig.

Nun stehen wir für eine Nacht auf dem Arctic Camp in Jokkmokk. Hier steppte bis letzen Sonntag der Bär auf dem Jokkmokk Wintermarkt. Wir haben darüber berichtet. Heute stehen mit uns nur noch zwei weitere WoMos hier. Alles sehr entspannt. Apropos Bär. Als wir uns einen Schiebeschlitten ausleihen wollten, kam ein netter Mann angefahren, stieg aus und fing an sich mit uns zu unterhalten und Max zu streicheln. Aus seinem Auto hörten wir ein tiefes Bellen. Auf unsere Frage, was er denn für einen Hund habe, meinte er, dass er ihn gerne zeigen wolle, aber nicht aus dem Auto lasse. Okay. So ließ er das elektrische Fenster auf der Rückbank herunter und ein Riesenkopf kam hervor. Voller Besitzerstolz erklärte er uns, dass der Hund eine Mischung aus Mastif und Dänischer Dogge und 81 kg schwer sei. Er sei sehr nett und sein Name hieß übersetzt Bärchen. Hmm. 
Bären haben wir nur als Fell in der Lobby des Campingplatzes gesehen. Felle von Rentieren begegnen einem aber überall, auch im Ice-Hotel gestern lagen sie dekorativ auf den eiskalten Betten. Sie kosten um die 100 Euro. Falls jemand noch Bedarf hat… Noch sind wir hier.

Heute konnten wir auch das Geheimnis der schwarzen Plastiktüten lüften, die man ab und zu am Straßenrand an Stielen aufgehängt sehen kann. Es sind Markierungen der Samen, dass sich ihre Rentierherden in dieser Region befinden. Wenn man also Tüten sieht, sollte man auch darauf gefasst sein, dass möglicherweise Rentiere auf der Straße herumlaufen.
Heute Abend stehen wir unter einem wunderbaren Sternenhimmel. Mit den Polarlichtern haben wir nun inzwischen gelernt, dass ein klarer Himmel nicht zwingend bedeutet, welche zu sehen. Und wenn die Vorhersage-App wie gestern gute Chancen meldete, welche zu sehen, dann ging es trotzdem nicht, weil der Himmel wolkenverhangen war. Merke also: Es müssen klarer Himmel und von der Sonne beeinflusste Polarlicht-Aktivität gleichzeitig vorhanden sein, um das Schauspiel sehen zu können.

auch um 23:00 Uhr wird keine Mühe gescheut