Wir haben am Kathleen Lake, ein paar Kilometer von Haines Junction entfernt, im einzigen mit dem Auto zugänglichen Campingplatz des Kluane Nationalparks genächtigt. Außer uns waren noch drei Schweizer mit einem Zelt unterwegs, das war es.
Diese Government Campgrounds bieten meistens Natur pur und sind schön angelegt. Es ist nachts stockfinster und sehr ruhig. Es gibt keine Shops, keine Duschen, nur Outhouses und Holz, um ein Lagerfeuer zu machen. Sie kosten zwischen 8 und 15 Dollar.
Am Kathleen Lake selbst kann man Kanu fahren. Haben wir aber nicht, sondern wir wollen jetzt mal langsam nach Süden.
Also stand wieder Whitehorse auf dem Programm. Das war schnell erreicht und so konnte ich spazieren gehen und Martin unser Auto waschen. Auf meinem Weg traf ich zuerst eine Frau, die ihr Schwein Ernest (Hamingway – von Ham / Schinken) spazieren führte. Ernest lief extrem langsam und ließ sich eigentlich nur durch eine Spur aus Möhrenstückchen dazu bewegen, weiterzugehen. Er wohnt ganz normal wie ein Hund im Haus und ist ein Microschwein. Aha.
Weiter führte mich mein Bummel auf einer Promenade am Yukon entlang zu einem Farmersmarket, wo ich mir ein Glas selbstgemachte Cranberry Marmelade kaufte. Kann ich morgen erzählen, wie die schmeckt. Und dann ging es natürlich noch beim Schweizer Metzger vorbei, wo es unter anderem Buffalo Jerkey gab. Jerkey ist eine Art getrocknetes Fleisch, das in dünnen, länglichen Fladen verkauft wird und ein bisschen wie trockener Schinken schmeckt. Und da auch noch ein bisschen Kultur sein muss, schaute ich mir noch künstlerisch gestaltete Holzmasken von nativen Künstlern beim Interpretative Center an. Und zwei „Totempfähle“ (heißen die wirklich so), standen auch noch am Wegesrand.
Wir nahmen dann noch zwei Kaffee bei Tim Horton, dem kanadischen Hort der Gastlichkeit und sind nun auf einem privaten Hi Country RV Park in Whitehorse. Die Besitzer sperren am 20. September zu und dann geht es erst einmal bis Weihnachten in die Ferienwohnung Mexiko.





