Nach dem Weihnachtswahn gestern Abend sind wir heute bei schönstem Wetter nach Beaufort gefahren. Beaufort ist eine kleine, ruhige und angenehme kleine Stadt, die hübsche Häuser und Villen mit den hier typischen umlaufenden Terrassen und den prachtvollen Gärten mit dunkelgrünen Büschen und jahrhundertalten Eichen vorweist. Von den Eichen wiederum wehen wie Haare die Büschel von Spanischem Moos. Einfach schön. Beaufort liegt nicht direkt am Watt und am Intercostal Waterway. Im Hafen lag ein Flußkreuzfahrtschiff, das den Intercoastal Waterway entlangfährt. Mit Blick auf das Watt und eine Drehbrücke, die die östlich der Stadt liegenden Inseln mit der Stadt verbindet, kann man auf den Schaukelbänken sitzen und den Tag geruhsam an sich vorbeiziehen lassen, ganz im Einklang mit dem Fluss und dem gemächlichen Leben hier. Dazu war es heute, am 18.11.2017 25 Grad Celsius warm.
Aber auch das süße Nichtstun macht hungrig und so sind wir bei Hearth Wood Fired Pizza eingekehrt. Die Pizza war dünn und knusprig, der Chef muss italienische Wurzeln haben. Dazu ein schmackhafter Salat.
Unser Ziel für die Nacht war Hilton Head. Ein ganzjähriges Urlaubsziel für Golfer, Tennisspieler und Bootfahrer und Strandliebhaber. Tres chic, was man vielleicht auch daran ausmachen kann, dass nicht alle Strände öffentlich sind. Wir werden es morgen ausprobieren. Wir stehen jetzt bei Hilton Head Harbour, RV Resort und Marina.
USA 2017/18
Am Ende des Tages Weihnachten overloaded – Charleston
Der Tag begann ungewöhnlich früh um 6.30 Uhr, als wir von beißendem Gestank geweckt wurden. Die nahegelegene Papierfabrik in Georgetown nutzte offensichtlich, dass der Wind heute von Georgetown abgewandt wehte und öffnete alle Schleusen, um allen Dreck aus der Fabrik Richtung Fluss und Meer zu blasen. Der Gestank war widerlich und so sprangen wir aus dem Bett ins Führerhaus und weg waren wir.
Nach ungefähr 20 Meilen bogen wir in den Cape Romain National Park ein. Dort gab es erst einmal ein Frühstück und dann konnte der Tag richtig beginnen.
Danach fuhren wir gemütlich auf dem Highway 17 durch Mount Pleasant, der an dieser Stelle „Sweetgras Basketball Makers Highway“ heißt. Am Straßenrand stehen immer wieder Buden, an denen Körbe aus Sweetgras angeboten wurden. Wir hielten bei Mazies Sweetgras Baskets. Mazie saß in einem kleinen Raum hinter ihrem Verkaufsstand und flocht dort Körbe aus Sweetgras, langen Piniennadeln und Palmetto-Blättern. Sie erzählte uns, dass sie 84 Jahre alt sei und leider keiner ihrer drei Kinder dieses Handwerk lernen wollte. Und sie verstehe sich als Handwerkerin, was auch die relativ hohen Preise der Körbe erklärt. Schon Moses sei in solch einem Korb sicher an den Ort seiner Bestimmung gelangt. Wir haben natürlich einen Korb erstanden, er soll 100 Jahre halten, unempfindlich sein und ich finde, er duftet gut nach Gras.
Nun ging es weiter zur Plantage Boone Hall. Diese hat eine wechselvolle Geschichte und das heute zu besichtigende Plantagenhaus ist das vierte an dieser Stelle und wurde erst 1935 gebaut. Die Plantage war immer im Privatbesitz, wenn auch von unterschiedlichen Familien. Zur Zeit der Sklaverei wurde auf der Plantage Baumwolle und Reis angebaut. Heute werden dort vor allem Pecan Nüsse und Pfirsiche angebaut. Die Sklavenhäuser sind noch erhalten und sie waren in Boone Hall, wie das Haupthaus auch, aus Ziegeln hergestellt, die auf dem Grundstück gebrannt wurden. Die von mächtigen Eichen gesäumte Auffahrt und das Äußere des Hauses sind beeindruckend und waren Filmkulisse für viele Filme, unter anderem für „North and South“ mit Patrick Swazee. Wer also für kalte Winterabende noch Unterhaltung sucht, könnte sich mal wieder dieses Südstaatenepos anschauen.
Der Tag war noch nicht zu Ende, also fuhren wir jetzt nach Charleston. Wir parkten unweit der East Battery im alten Teil von Charleston. Hunger hatten wir auch, also gingen wir uns erst einmal zu Sticky Fingers in der Meeting Street, um dort Rippchen zu essen. Die Rippchen waren auf vier verschiedene Arten zubereitet, dry, scharf, süß und geräuchert. War wirklich lecker und das Bier dazu hätte sicherlich geschmeckt, aber wir mussten uns ja noch einen Übernachtungsplatz außerhalb der Stadt suchen.
Und spätestens hier, im Charleston County Park war es gut, dass wir stocknüchtern waren. Der Campground liegt in einem Naherholungspark. Und der war, ich kann es gar nicht richtig beschreiben, bis an die Schmerzgrenze mit Weihnachts-Leucht-Motiven geschmückt. Die vielen, vielen Weihnachtsmotive links und rechts einer durch das Gelände führenden Einbahnstraße konnte man bequem mit dem Auto abfahren. Wir bogen dann irgendwann ab auf den Campground und haben einen winzig kleinen Teil dann zu Fuß abfotografiert. Die „Installation“ ist noch bis 1. Januar zu besichtigen. Jetzt aber genehmigen wir uns ein Bier. Schönen Freitag-Abend.
Brookgreen Gardens und Georgetown
Es war sehr erholsam und nett in Myrtle Beach. Wir hätten es noch gut ein paar Tage dort ausgehalten, aber andererseits möchten wir ja auch etwas von Land und Leuten jenseits des absoluten Ferienmodus sehen.
Also sind wir heute zunächst nach Brookgreen Gardens gefahren. Das ist ein Skulpturenpark in der Größe von 9.127 Acres. Dieser Park vereint dreierlei Dinge:
Einen überaus gärtnerisch schön angelegten Park mit über 2.000 Pflanzen, die hier heimisch sind oder sich an das Klima hier gewöhnt haben. Besonders eindrucksvoll sind die alten Eichen, die mit „Spanish Moos“ wie mit Schleiern bewachsen sind, was den Bäumen einen geheimnisvollen Touch gibt.
Eine Sammlung von 1.230 Skulpturen, die von mehr als 335 amerikanischen Künstlern geschaffen wurden. Den Grundstock hierfür legte Anna Hyatt Huntington, die zusammen mit ihrem Mann ab 1930 diesen eindrucksvollen Ort schuf.
Ein Zoo auf der Größe von 23 Acres, der Tiere dieser Gegend zeigt: Vögel, wie Eulen, Habichte, Adler, Ibisse, Enten und Tiere wie Rehe, Flussottter, Alligatoren, wilde Truthähne und Füchse.
Ursprünglich waren auf diesem Gelände vier Reisplantagen, die vom Ehepaar Huntingon 1930 gekauft wurden und zu Brookgreen Gardens umgestaltet wurde. Wobei immer noch in einigen Teilen des Parks Reis angebaut wird, um zeigen zu können, welche Tiere in Reisfeldern leben. Aber besonders sind natürlich die Skulpturen, die jede genug Raum hat, um für sich zu wirken. Es hat uns nicht jede Plastik gefallen, aber das Gesamtkonzept war sehr schön.
Nach einem kleinen Lunch im Park ging es weiter nach Georgetown. Die Kudzu Bakery, ein Geheimtipp des Reiseführers gab es leider nicht mehr. Dafür aber einen Spaziergang durch die Stadt und den Harbour Walk. Die Stadt war früher einmal als Stadt des Reisanbaus ziemlich wohlhabend. Davon zeugen die hübschen Bürgerhäuser in den Nebenstraßen. Inzwischen aber stehen mehrere Geschäfte leer und die große Papierfabrik schickt ihren Industriegeruch über die Bucht. Aber einen eigenen Charme hat es dennoch.
Wir übernachten heute in einer Marina von Georgetown an einem Fluss, der dunkel, träge und geheimnisvoll am Campground vorbeifließt. Angeblich sollen dort auch Gator leben, wir haben von den Pontons Ausschau gehalten und – besser ist das – keine gesehen.
Ruhetag II
Was gibt es heute zu berichten? Nicht viel. Die Sonne scheint bei 20 Grad Celsius und das verleitet einfach dazu nichts zu machen. Wir sind in den letzten zwei Monaten viel gereist und haben viel gesehen und nun wollen wir mal zwei Tage innehalten.
Einiges ist am Auto zu reparieren und außerdem war ein Hausputz nötig. Da waren wir dann aber auch nicht allein und es dauerte ziemlich lange, bis wir fertig waren. Üblicherweise reisen im November Menschen, die nicht mehr arbeiten müssen. Und da gibt es offenbar einige, die sich über jede Abwechslung freuen und wenn es die Deutschen mit dem für Amerika ungewöhnlichen Wohnmobil sind. „Nice Rig“, also nettes Fahrzeug, ist die Eröffnung fast jeden Gesprächs. Danke. Und dann geht es los, es wird gefragt, wie wir das Wohnmobil hierher bekommen haben, ob wir aus Deutschland sind, ob das Auto ein Diesel ist, ob wir es selbst ausgebaut haben und so weiter. Wenn alle technischen Details abgefragt wurden, gibt es gerne einen Hinweis auf deutsche Vorfahren oder eigene Erfahrungen mit Deutschland, meist über die Army. Die Gespräche sind immer nett und wir freuen uns darüber.
Meist nett sind auch die Häuser, die direkt am Strand stehen, eine Auswahl haben wir heute mal fotografiert. Sie schauen direkt auf den Strand und das Wasser, ohne jeden Deich, was bei Sturm schon zu Problemen führen kann
Ruhetag
Wir sind nun in Myrtle Beach, auf dem Campground von Ocean Lakes. Campingplatz ist für diesen Ort vielleicht die falsche Beschreibung. Es handelt sich hier um ein riesiges Areal, welches aus Ferienhäusern unterschiedlichster Größe, Alter und Stilrichtung besteht. Dem vorgelagert, direkt am Strand stehen dann die Wohnmobile und Wohnanhänger. Alles gut gepflegt, mit Schwimmbad innen und außen, Gymnastikhalle, Café, kleinem Lebensmittelladen und Waschsalon. Also alles, was man für die Ferien braucht. Und da das Gelände vergleichsweise groß ist, wird einem nicht zugemutet, zu laufen. Überall fahren Golf-Cars, die man für 20 Dollar am Tag auch mieten kann. Aber die richtigen Urlauber und Camper hier haben natürlich ein gepimptes Golf-Cart mit dicken Reifen und Sonderlackierung. Und wer nicht nass werden will, packt sein Gefährt dann auch noch in Plastikplanen ein, ähnlich der Überzieher, die es in Deutschland für Kinderwagen gibt. Hier zeigt sich einmal mehr, dass Amerika anders ist. Da wird der Hund stundenlang am Strand ausgeführt. Aber der Weg vom Wohnmobil zum Waschsalon wird gefahren. Richtig gut lässt sich das Golf-Car auch für Ortskontrollfahrten (OKF) verwenden, also der Fahrten, bei denen man über den Platz fährt, um zu sehen, was es so gibt. Und so hatten wir heute viel Besuch von Golf-Car-fahrenden Schwadronierern, die mal sehen wollten, was es mit dem Wohnmobil aus Hamburg so auf sich hat.
Und für alle Weihnachts-Dekorierer: Auch wenn bei 20 Grad Celsius und Sonnenschein keine Weihnachtsstimmung aufkommt, auch Waschmaschinen und Waschsalons wollen dekoriert werden.
Ansonsten sind wir am Strand spazieren gegangen und haben wilde Tiere beobachtet.
Myrtle Beach
Heute hat Florian Oppenrieder Geburtstag und wir gratulieren ganz herzlich aus dem Land, das ihm bald selbst zur temporären Heimat werden wird.
Heute Nacht war es sehr still im Lee State Park. Nach einem kleinen Spaziergang über den Boardwalk, der durch ein Sumpfgebiet und an „Zauberbäumen“ mit wehendem Spanish Moos entlangführte ging es wieder auf die Straße. Noch war es dunstig, aber in Myrtle Beach war Sonne angesagt. Ein kleines Päuschen legten wir in einem Ort mit dem schönen Namen Florence ein.
Und tatsächlich, in Mytle Beach, einem Ort mit kilometerlangem Sandstrand hatte es 22 Grad Celsius bei bestem Sonnenschein. Böse Zungen behaupten, dass Myrtle Beach die amerikanische Entsprechung vom Ballermann sei. Vielleicht stimmt das im Sommer, aber im November geht es hier doch eher beschaulich zu und selbst Martin und ich können den Altersdurchschnitt der Gäste hier noch senken. Ja, es stimmt, dass viele Snowbirds hier anzutreffen sind. Unsere Campground-Nachbarn stammen von den Great Lakes. Und wir können gut verstehen, dass man das Wetter hier und die für Amerika vergleichsweise günstigeren Lebenshaltungskosten im Süden einem grauen, kalten und teuren Norden vorzieht.
Wir stehen mit direktem Blick auf den Ozean, man hört eine leichte Brandung und das Steak, das wir draußen gegrillt haben, war auch sehr lecker.
Dies und Das
Baumarkt
Kürzlich waren wir ja mal in einem Home-Depot, also dem Bauhaus Amerikas. Wie in Deutschland auch gibt es eine bunte Mischung aus allem, was der Handyman so braucht und die Frau vom Handyman für die Weihnachtsdekoration so benötigt. Bemerkenswert fanden wir, dass von 7 gekauften Produkten sechs in China und eines in den USA produziert wurde. Bei dem Einzelprodukt handelte es sich um einen aus recyceltem Plastik produzierten 10 cm langen Keil, den wir dringend brauchten. Da ist es doch mal gut, dass Herr Trump sich so gut mit den Chinesen stellt, denn wenn die nicht mehr liefern, bleibt Home-Depot ziemlich leer.
Telefon-Hotline
Uns war gar nicht klar, dass man Manatees so dressieren kann, dass sie in der Telefon-Hotline arbeiten können. Wir sind nun Mitglied bei Good Sam, damit wir auf von Good Sam bewerteten Campgrounds 10 Prozent Rabatt erhalten. Leider wurde bei den letzen Campingplätzen die in Kanada beantragte vorläufige Papp-Karte, für die wir auch noch bezahlt haben, nicht akzeptiert. Also musste Martin eine 0800er-Nummer anrufen.
Der Hörer wurde abgenommen. Tiefes Schnaufen, langsames, nuscheliges Sprechen: W e l c o m e t o G o o d S a m. H o w c a n I h e l p y o u ? Schnauf, Ächz.
Sofort hatten wir das Bild eines 3 Zentner wiegenden Manatees vor den Augen. Das Gespräch ging die ganze Zeit so weiter und spätestens als er die E-Mail Adresse von Martin notieren musste, war es aus. Er stand kurz vor der Ohnmacht.
Jetzt warten wir auf ein Ergebnis und sind gespannt, ob uns die neue Karte jemals erreichen wird.
Internet
Manchmal kommen wir uns vor, wie Junkies. In jedem Café, Restaurant, auf jedem Campground ist die erste Frage nach WiFi und dem Passwort. Meist kommt auf die Frage:“Do you have WiFi? ein freundliches, „Yes, wie do“. Aber inzwischen haben wir gelernt, dass das noch lange nichts heißt. WiFi gibt es zwar meistens, aber in einer Qualität, dass man den Bits dabei zusehen kann, wie sie über die Leitung schleichen. Oder aber es gibt ein besseres WiFi in einer dunklen Ecke, gleich zwischen Laundry und Toilette, oder aber es kostet extra. Gute Qualität ist selten und dann zweifelt man schon daran, dass die USA tatsächlich das Land von Facebook, Google und Appel ist. Es ist besser geworden seit unserer letzten Reise in 2014, aber immer noch verbesserungswürdig.
Lee State Park bei Bishopville
Nachdem es heute in Whyteville schweinekalt war und der Himmel novembergrau, haben wir kurzfristig unsere Reiseroute geändert. Wir brauchen Sonne und Wärme, sonst hätten wir den November auch in Hamburg bei steifem Grog und Kachelofen verbringen können. Also ihr lieben roten Pandas aus dem Zoo von Knoxville: wir werden vorerst keine Bekanntschaft machen. Vielleicht gibt es ja Verwandte von Euch bei Hagenbecks. Wir werden uns erkundigen.
Als neues Ziel haben wir Myrtle Beach auserkoren. Um möglichst schnell dorthin zu gelangen, haben wir die Interstates gewählt. Und wie man sieht, sind die zwar praktisch, aber optisch eher frustig. Man sieht wenig bis nichts, was das Auge erfreut.
Umso überraschter waren wir, als wir in den Lee State Park bei Bishopville einbogen. Super gepflegt, schöne große Plätze im Wald, ruhig und man darf natürlich ein Lagerfeuer anmachen. States Parks funktionieren im allgemeinen so, dass in einem Wohnwagen ein „Host“ wohnt, bei dem man sich anmeldet und der die Plätze zuweist. Die Plätze sind meist signifikant billiger als nichtstaatliche Plätze und liegen schön im Wald oder am Wasser. Die Hosts wiederum sind oft Pensionäre, die für ein Taschengeld und freies „Wohnen“ die Organisation auf solchen Plätzen übernehmen. In unserem Fall heute war es Barbara, die noch bis Ende des Jahres im Lee State Park arbeitet und danach in einem anderen Park in South Carolina eingesetzt wird. Viele Parks, die nur bis 15. September geöffnet haben, werden von Studenten betreut.
Es gibt hier kein Internet, meist aber Duschen und Toiletten. Alles einfach, aber sauber. Wir finden, dass diese Plätze ihren eigenen Reiz haben.
Und da sie naturnah gestaltet sind, findet man dann auch Riesenspinnen, die sich ihr Netz zwischen den Kiefern spannen. Also aufgepasst.
Und ins Gespräch kommt man mit seinen Nachbarn auch ganz schnell, eben weil es kein Internet und Fernsehen gibt. Da hilft ein Lagerfeuer und ein Bier und schon weiß man, dass die Nachbarn Jason und Maria heißen und hier ihren dritten Hochzeitstag feiern. Glückwunsch.
Washington & Mittlere Ostküste
Blue Ridge Parkway II
Zuerst möchten wir Kralli ganz herzlich zum Geburtstag gratulieren und ihm alles Gute, Gesundheit und Gelassenheit für das neue Lebensjahr wünschen. Und ganz viel Spaß und guten Appetit beim Gänseessen.
Wir haben heute keine Martinsgans bekommen, sondern haben nett und lecker beim Mexikaner in Roanoke, Virginia gegessen. Unser Tag begann bei Minustemperaturen und schönstem Sonnenschein in Lynchburg, Virginia. Da wir früh unterwegs waren, gehörte uns die Straße bei fallendem Laub und blauem Himmel ganz allein. Die Peaks of Otter bei Milepost 86 lud zum ersten Stopp ein. Es gibt auf dem ganzen Blue Ridge Parkway nur wenige Hotels, meistens muss man abfahren. Aber hier, mitten in der Einsamkeit, an einem See gelegen, stand ein schön auf die Berge ausgerichtetes Hotel und Restaurant. Nicht elegant, aber auch nicht zu rustikal. Schick im amerikanischen Sinne.
Nachdem wir nun irgendwie genug von Bäumen, Landschaft, Aussicht, Rehen und Bergen hatten, fuhren wir ab nach Roanoke. Da wir wussten, dass wir unser nächstes Ziel, Knoxville, Tennessee heute nicht mehr erreichen, entschieden wir uns bei Temperaturen um den Gefrierpunkt für einen späten Lesenachmittag in Wytheville. Es gab den leckeren „Holiday in Italy“, feine Felino-Salami, Avocado-Tomaten-Salat und Ruffino-Chianti. Aber nächstes Jahr gibt es wieder Gans.