Es war sehr erholsam und nett in Myrtle Beach. Wir hätten es noch gut ein paar Tage dort ausgehalten, aber andererseits möchten wir ja auch etwas von Land und Leuten jenseits des absoluten Ferienmodus sehen.
Also sind wir heute zunächst nach Brookgreen Gardens gefahren. Das ist ein Skulpturenpark in der Größe von 9.127 Acres. Dieser Park vereint dreierlei Dinge:
Einen überaus gärtnerisch schön angelegten Park mit über 2.000 Pflanzen, die hier heimisch sind oder sich an das Klima hier gewöhnt haben. Besonders eindrucksvoll sind die alten Eichen, die mit „Spanish Moos“ wie mit Schleiern bewachsen sind, was den Bäumen einen geheimnisvollen Touch gibt.
Eine Sammlung von 1.230 Skulpturen, die von mehr als 335 amerikanischen Künstlern geschaffen wurden. Den Grundstock hierfür legte Anna Hyatt Huntington, die zusammen mit ihrem Mann ab 1930 diesen eindrucksvollen Ort schuf.
Ein Zoo auf der Größe von 23 Acres, der Tiere dieser Gegend zeigt: Vögel, wie Eulen, Habichte, Adler, Ibisse, Enten und Tiere wie Rehe, Flussottter, Alligatoren, wilde Truthähne und Füchse.
Ursprünglich waren auf diesem Gelände vier Reisplantagen, die vom Ehepaar Huntingon 1930 gekauft wurden und zu Brookgreen Gardens umgestaltet wurde. Wobei immer noch in einigen Teilen des Parks Reis angebaut wird, um zeigen zu können, welche Tiere in Reisfeldern leben. Aber besonders sind natürlich die Skulpturen, die jede genug Raum hat, um für sich zu wirken. Es hat uns nicht jede Plastik gefallen, aber das Gesamtkonzept war sehr schön.
Nach einem kleinen Lunch im Park ging es weiter nach Georgetown. Die Kudzu Bakery, ein Geheimtipp des Reiseführers gab es leider nicht mehr. Dafür aber einen Spaziergang durch die Stadt und den Harbour Walk. Die Stadt war früher einmal als Stadt des Reisanbaus ziemlich wohlhabend. Davon zeugen die hübschen Bürgerhäuser in den Nebenstraßen. Inzwischen aber stehen mehrere Geschäfte leer und die große Papierfabrik schickt ihren Industriegeruch über die Bucht. Aber einen eigenen Charme hat es dennoch.
Wir übernachten heute in einer Marina von Georgetown an einem Fluss, der dunkel, träge und geheimnisvoll am Campground vorbeifließt. Angeblich sollen dort auch Gator leben, wir haben von den Pontons Ausschau gehalten und – besser ist das – keine gesehen.