Bella Coola, BC

Heute Nacht standen wir ohne irgendein Außenlicht direkt am Clearwater Lake und ich kann berichten, dass man aus unserem Dachfenster einen wunderbaren klaren Sternenhimmel bewundern konnte. Der Tag begann sonnig und mit einem schönen Frühstück in der Lodge und dann ging es los. Bella Coola, der Ort, an dem die Straße endet. Über eine Schotterpiste befährt man den Heckmans Pass und dann, wenn man auf 1524 m Höhe ist, beginnt „The Hill“. In mehreren Serpentinen und Gefällstrecken von bis zu 18 Prozent geht es hinab ins Tal. Selbstredend, dass es keine Leitplanken gibt und es seitlich tief, ganz tief nach unten geht. „Ruhig Blut und kleiner Gang“ und dann geht das schon. Das ist der Thrill.

Und dann ist man im Bella Coola Valley. Ich möchte nicht so weit gehen, wie der Autor des Lonely Planet Autors des Kanada Reiseführers, der von einem Shangri-La ohne Mönche spricht und spirituelle Orte sieht. Vielleicht abends nach dem fünften Canadian. Also wir sahen eine schöne durch hohe Zedern führende Straße und ab Hagensborg links und rechts schöne Häuser. Die Berge ragen dahinter steil auf. Und dann standen wir in Bella Coola und was gibt es dort zu sehen? Nichts. Der Ort selbst bietet original nichts, was diese lange Anreise lohnenswert machen würde. Er liegt am Ende eines langen Fjordes, den zu erkunden man aber eine Fährverbindung mit BC Ferries buchen müsste. Das aber wiederum ist weitgehend reizlos, da die Fähre jetzt nur freitags fährt und man also eine Woche hier verbringen müsste, wo es nichts gibt, es sei denn man möchte fischen.

Aber das Wetter ist heute toll. Sonne und blauer Himmel. Also beschlossen wir, in Hagensborg Halt zu machen und uns einen netten Samstag Nachmittag zu gönnen.

Eine Sache muss ich aber noch berichten. Kurz hinter „The Hill“ wurde durch eine Tafel am Straßenrand angezeigt, dass man hier Bären beobachten könne. Also nichts wie hin. Bei der Basisstation meldete man uns nach einer kurzen Belehrung (verbal disclaimer) mit einem Walky Talky der Besuchsstation an und dann durften wir selbstständig 8 (!) Meter zu einem mit einem Elektrozaun eingezäunten Areal gehen. Dort wurde unser Empfang mit einem Walky Talky der Station 1 zurückgemeldet. Von der Besuchsstation überblickte man den Fluss und tatsächlich waren in der Ferne ein paar Bären zu sehen. Aufgeregte Walky Talky Kommunikation setzte ein. Und dann verschwanden die Bären im Gebüsch. Das war´s. Meldung per Walky Talky und wir saßen wieder in unserem Auto.

Katrin an Martin: „Fahr los“.

 

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