nach und in Victoria, BC

Für 11.00 Uhr hatten wir die Fähre nach Victoria Island reserviert. Von unserem Stellplatz unweit des Stanley Parks war es eine knappe Stunde zu fahren. Vorbei an der Vancouver Art Gallery, wo wir noch schnell den Kopf beklebt mit Kaugummis fotografieren konnten und dann ganz gemütlich auf der Granville Street blieben, die im Süden eine hübsche Einkaufstraße ist, der noch hübschere Häuser hinter dicken Hecken folgen. Aber da wir ja so hoch sitzen, hatten wir exklusive Einblicke.

Auf der Fähre von Tsawwassen nach Victoria Island war nicht besonders viel los. Das Wetter war regnerisch und außer einem Rettungsring gab es demzufolge auch nicht viel zu fotografieren. Wir aßen in Victoria in einem Irischen Pub zu Mittag und dann hofften wir bei der West Bay Marine Village, dem stadtnächsten gelegenen Campground mit Blick auf die Skyline von Victoria einen Platz zu bekommen. Und es gelang dank einer Charm-Offensive von Martin bei der Rezeptionistin. Leider fuhren die Wassertaxis, kleine für Victoria typische Bötchen nicht mehr am späten Nachmittag. Da wir nicht die ganze Bay ablaufen wollten, gab es ein normales Taxi. Ja, Hannah und Paul, genau so hat sich der Taxifahrer nach unsere Ziel erkundigt. Wir spazierten ein bisschen durch die Stadt, vorbei am Empress Hotel bis zu einer Brauerei, wo wir den Tag bei einem hausgebrauten Kölsch ausklingen ließen.

 

Kleine Story:

Unseren Visumantrag mussten wir ausgedruckt mitbringen. Dazu waren wir vor einigen Tagen in einer Webagentur/Druckerei. Es war ein kleiner schicker Laden und ungefähr vierzigjährige Chefin erklärte sich bereit, dass wir ihren Drucker benutzen konnten. Wir schnackten ein bisschen und sie erzählte von ihrem „Soon to be Ex-boyfriend“, der Deutscher war und zur Zeit auch in Deutschland sei. In diesem Augenblick klingelte ihr Handy. Sie hielt es uns entgegen mit der Bitte, ihren „baldigen Ex-Freund“ auf Deutsch zu begrüßen. Dieser war etwas verwirrt, als wir uns mit dem Namen der Webagentur meldeten und ihn fragten, was wir für ihn tun könnten. Also gaben wir ihr das Handy zurück und sie meldete sich mit zuckersüßer Stimme „Hi honey“. Es klang irgendwie nicht wie „soon to be ex“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert