Dank an Dr. Grenfell. Vor dem Sitz der Grenfell Mission, die sich um die medizinische Versorgung abgelegener Orte in Neufundland und Labrador kümmert, haben wir nett und ruhig geschlafen. Einen zweiten Kaffee gab es natürlich bei Tim´s. Der nette Herr an der Theke erkannte uns gleich wieder und bot nach einem freundlichen „Good Morning“ sofort zwei Cappuccinos an. Das nenne ich mal Kundenfreundlichkeit.
Es regnete heute nicht mehr, der Himmel war bewölkt und so fuhren wir gemütlich nach St. Barbe. Von dort sollte um 15.30 Uhr die Fähre nach Blanc Sablon gehen. Heute hatten wir auch Zeit, noch ein paar „Road-Side-Garden“ zu fotografieren. Bei 3 Grad und erstem Bodenfrost (die Pfützen waren gefroren) kann man jetzt natürlich nicht mehr viel ernten. Abert Kohl geht immer.
Einen kleinen Stop machten wir noch in Flower´s Cove. Der Ort mit den Thromboliten. Diesem vorgelagert liegt eine Landzunge, an deren Ende ein funktionaler Leuchtturm steht. Nicht so romantisch in der Bauweise, aber immerhin rot-weiß gestrichen. Dem vorgelagert, aber leider ohne Boot nicht erreichbar liegt eine Mini-Insel, auf der eine halb verfallenes Haus und eine hübsche, frisch gestrichene Kirche (?) stehen. Und dahinter kann man am anderen Ufer des St. Lorenz-Stromes Labrador sehen. Und hier entstand auch das schönste schwarz-weiß Foto des Tages.
Auch zwei Friedhöfe, die in Richtung Labrador ausgerichtet sind und einen schönen Ausblick auf die Küste haben, sind auf der ruhigen Landzunge zu finden.
Hier, wie in vielen kleinen Dörfern, die wir gesehen haben, liegt man konfessionell getrennt bis in alle Ewigkeit. Auf all die großen Fragen, die wir uns bezüglich religiös motivierter Auseinandersetzungen in der Welt stellen, gibt es hier im Kleinen die Antwort: man lebt friedlich zusammen, aber man glaubt getrennt.
Langsam wurde es Zeit, nach St. Barbe, ein schmuckloser Ort, zu fahren. Die Fähre ist nicht neu, aber offenbar bewährt. Und ausgebucht war sie auch. Nach 1,5 Stunden Fahrt bei Kaffee und begleitet von ein paar Delphinen, haben wir um 17.00 Uhr Labrador betreten. Morgen mehr.