im Wald

Wir starteten heute morgen in L´Anse-au-Clair mit einem netten Gespräch mit Gill, dem Hubschrauber-Piloten aus Montreal, der zu einem Arbeitseinsatz hier in Labrador ist. Bis seine Mitarbeiter alle vor Ort waren, erklärte er den Hubschrauber und versprach, nach dem Start ein paar Fotos von unsrem White Elefant mit der Küste Labradors im Hintergrund zu machen. Mal sehen, ob wir etwas bekommen.
Unser Weg führte über L´Anse Amour zum Point Amour, dem mit 33 Meter ziemlich hohen Leuchtturm. Der Leuchtturmwärter, der gerade dabei war, die Anlage um den Leuchtturm winterfest zu machen, stammte aus Point Amour, einem Ort mit nunmehr 7 Einwohnern. Er erzählte uns, dass seine Geschwister und seine Kinder nicht mehr im vor Ort wohnen, was irgendwie auch nicht verwundert. Ein schöner, wildromantischer Ort ist Point Amour mit einem weiten Blick über das Meer hin zu Neufundland. Leider schwammen auch hier keine Wale und Eisberge vorbei.
Dafür gab es aber lecker Kaffee und Kuchen in L´Anse-au-Loup und anschließend einen Besuch beim örtlichen Händler für ATV´s und Ski-Doos. Was man hier halt so braucht, um sommers wie winters in die Wälder gehen zu können und dann zu jagen oder Holz zu machen. Beim Händler warteten zu Beginn der Wintersaison viele neue Ski-Doos auf den Mann oder die Frau. Vom schnittigem Modell bis hin zum gemütlichen Zweisitzer, mit Handwärmer für die Beifahrerin. Dafür könnte ich mich auch erwärmen.
Den Ort Red Bay hatten wir schnell erledigt. Obwohl UNESCO Weltkulturerbe war alles zugesperrt. So bleibt nur aus dem Reiseführer zu berichten, dass im 16. Jahrhundert hier viele hundert baskische Walfänger Glatt- und Grönlandwale jagten, um aus ihnen Lampenöl (Tran) zu machen, das für Licht in Europa sorgte. Der Welthandel ist also keine Erfindung der Neuzeit.

Unsere Information war, dass hinter Red Bay die Gravel Roads beginnen. Aber zu unserer Freude, war die Straße bis Lodge Bay frisch geteert. Zu sehen gibt es großartige Landschaft und ein paar Straßenbauarbeiter. Und inmitten dem nichts kamen wir in Port Hope Simpson vorbei. Der Ort ist wirklich nicht der Rede wert, aber es schneite den ganzen Tag und so kehrten wir in Campbells Place ein. Ein Ort, den man sich merken muss, wenn man frisch und lecker zubereitete Sandwiches mag.
Nun stehen wir am Waldrand zwischen Port Hope Simpson und Charlottetown. Es schneit und wir hoffen, dass heute noch ein Karibou an uns vorbeiläuft.

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