Heute morgen sind wir ohne Regen in Edmundston losgefahren. Ein, wie wir glaubten, letzter Besuch bei Tim Hortons und dann hatten wir die kanadisch-amerikanische Grenze fest im Auge. Ungefähr 100 Kilometer galt es noch zu fahren, vorbei an Kartoffelfeldern, großen Bauernhöfen, einem Werk (Irving) für Spanplatten, dessen Holzplatz uns doch ziemlich beeindruckte. Die Stadt Florence, „French Fry Capital of the World“ mussten wir dann doch links liegen lassen. Hinter Centreville (auf der canadischen Seite) lag die Grenze. Centreville selbst sieht sehr proper aus mit zwei Panzern auf dem blumengeschmückten Dorfplatz. Ob diese beim amerikanischen Nachbarn Eindruck schinden sollen oder an gemeinsame Unternehmungen während des zweiten Weltkrieges erinnern sollen, konnten wir im Vorbeifahren nicht herausfinden.
Der Grenzübertritt selbst war problemlos. Der Grenzbeamte war sehr freundlich und Donald Trump lächelte leise von seinem Foto über der Tür herab. Wieviele Fotos wohl bei jedem Präsidentenwechsel gedruckt werden müssen? Wir bekamen ein Visum für ein halbes Jahr und nun können wir das zweite Land unserer großen Tour bereisen.
Jenseits der Grenze werden auch Kartoffeln angebaut, soweit das Auge sehen kann. Jedes kleine Dorf besitzt mindestens ein hübsch bemaltes und dekoriertes Häuschen, wo man sich jederzeit Kartoffeln in der Selbstbedienung kaufen kann.
Und was begegnete uns da, auf amerikanischer Seite? Tim Hortons. Aber welche Enttäuschung, der Cappuccino war ungenießbar. Sorry, das canadische Original bleibt eben das Original.
Wir übernachten heute in Bangor, einer Stadt inmitten größerer Wälder. Es gab schon ein Lagerfeuer, ein Glas Rotwein und eine Zigarre. Schönes Wochenende!