Von Bangor nach Camden

Heute morgen wachten wir auf dem Campground Cold Water auf. Und es war auch ganz schön kalt. Nach einem kurzem Plausch mit Gina, einer Deutschen, die vor Urzeiten aus Deutschland ausgewandert war und nun mit ihrem Mann gerade ein Haus in Maine unter 150.000 Dollar mit viel Land und Aussicht als Altersruhesitz gekauft hat, machten wir uns auf den Weg nach Camden.
Weit kamen wir nicht, denn schon im nächsten Café/Supermarkt trafen wir den nächsten aus dem Hessischen eingewanderten Handwerker, der uns einiges über Camden erzählte. Unter anderem empfahl er das Haus von Stephen King zu besuchen. Wir überlegten kurz, aber da wir beide nicht zu den größten Fans von Stephen King zählen, verzichteten wir auf einen Besuch.
Wir rollten bei schönstem Sonnenschein und blauem Himmel durch das spätherbstliche Maine und erfreuten uns an schönen Häusern, bunten Wäldern und vielen Halloween-Dekorationen. In Bucksport machen wir Halt und in einem der Bilderbuch-Hippie-Cafés trafen wir Aurora (5) mit hier Mutter Heather. Sie erzählte uns, dass unweit von Fort Knox (nicht das mit dem Geld) heute Abend eine große Halloween-Party für Erwachsene stattfindet. Und dann empfahl sie noch die Aussichtsplattform der Penobscot Narrows Bridge.
Wir spazierten noch ein bisschen durch Bucksport und das Glaskunstgeschäft namens Stubborn Cow Glass zog unsere Aufmerksamkeit auf sich. Der Laden und die Werkstatt sind in einem sehr repräsentativen alten Bankgebäude untergebracht. Innen dominiert ein schöner alter begehbarer Safe. Wir erstanden ein kleines Souvenir und dann ging es zur Penobscot Narrows Bridge. Ein in einem Brückenpfeiler untergebrachter Aufzug bringt die Besucher auf eine Plattform hoch über deren Brücke, von wo man bei so gutem Wetter wie heute einen schönen Rundumblick auf Bucksport und die Küste hat.
Weiter zogen wir nach Camden. Ein kleiner Ort am Meer mit Hafen, hübschen Geschäften für allerlei Schnickschnack, Cafés und Restaurants. Ein Laden bot unter anderem aus Holz geschnitzte Wasservögel an. Das waren wirklich Kunstwerke, sorgfältig gearbeitet und perfekt bemalt. Sie hatten aber auch ihren Preis, was man auf den Fotos erkennen kann.
Nun waren wir langsam müde und wir stehen nun mitten im Wald kurz hinter Camden. Der Campground hat eigentlich schon geschlossen, aber da wir weder Elektrizität noch Wasser brauchen, dürfen wir hier stehen. Das Feierabendbier genossen wir mit Blick auf die kleinen Inseln die dieser Küste vorgelagert sind und für den einen oder anderen berühmten amerikanischen Schauspieler ein Rückzugsort sein sollen. Wir genossen einfach die schöne Umgebung und dann gab es noch die wilden Truthähne, die auch hier leben, aber irgendwie fotoscheu sind.

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