Abhängen an der Küste von Maine

Heute wurden wir von wilden Truthähnen geweckt. Sie geben Knacklaute von sich. Eine Gruppe von ca. 20 Tieren pickte fröhlich vor unserem Wohnmobil nach Essbarem. Auch mal schön. Kein Elch, aber Truthähne. Sie sind übrigens hellbraun und passen sich ihrer Waldumgebung sehr gut an.

Unser erstes Ziel heute war Rockland, die Hummerhauptstadt der Welt. Jedes Jahr im August findet hie das fünftägige Maine Lobster Festival statt bei dem 30.000 Gäste Unmengen von Lobster verzehren. Da möchte man doch meinen, dass ganz Rockland mit Hummern geschmückt ist, aber weit gefehlt. So richtig überzeugen konnte uns Rockland nicht, trotz der ansehnlichen Mainstreet.
Also ging es weiter nach Boothbay Harbor. Hier war es wirklich nett. Hotels, Galerien, Geschäfte mit Dekorationsartikeln, Cafés, Schokoladengeschäfte und Buchläden bieten alles an, was der Urlauber braucht, oder meint zu brauchen. Mein persönlicher Favorit war ein Geschäft, dass säckeweise Popcorn, u.a. in den Geschmacksrichtungen Knoblauch und Curry verkaufte. Jetzt war natürlich Nebensaison und die junge Frau in einem Geschäft meinte, dass noch mal zu Weihnachten und Silvester viele Gäste kommen und dann versinkt der Ort bis April in den Dornröschenschlaf. Also wie in St. Peter-Ording.

Unser nächstes Ziel war das Mekka des Fabrikverkaufs, nämlich Freeport. Die Stadt besteht ähnlich wie Metzingen im Schwabenland aus 170 Fabrikverkaufsstellen, die sich um L.L. Bean gruppieren. L.L. Bean ist der Hersteller der wasserfesten, unförmigen Duckshoes. Ein übergroßes Exemplar davon steht vor dem Eingang.
Wir stehen heute Nacht in Freeport und irgendwie kam uns in den Sinn, auf der Glut unseres Lagerfeuers ein Steak zu braten. Aber wie immer, wenn man nicht die richtige Ausrüstung dabei hat, ist das Ergebnis verbesserungswürdig. Morgen werden wir im nächsten Haushaltsgeschäft vorstellig.

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