Heute wollten wir Washington erkunden. Sehr ungewöhnlich für Amerikaner und für uns war, das wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Campground bis zum Nationalarchiv, welches unweit des weißen Hauses steht, fahren wollten.
Wir nahmen den Bus und die Metro und nach knapp einer Stunde waren wir da. Leider regnete es heute in Strömen, sodaß wir das weiße Haus nur aus der Ferne und in Regennebeln gesehen haben. Und auch der Sculpture Garden der National Gallery lud nicht so richtig zum Verweilen ein. Es war also richtiges Museumswetter.
Unser Ziel war das National Museum of African American History and Culture, welches erst 2016 noch von Obama eröffnet wurde. Es wird auf drei Stockwerken die Geschichte und das Selbstverständnis der schwarzen amerikanischen Bevölkerung thematisiert. Angefangen von dem unrühmlichen Sklavenhandel und die Befreiung davon, die in den Sezessionskriegen kulminierte. Die Zeit von Martin Luther King und dem Marsch auf Washington bis hin zum ersten schwarzen Präsidenten Obama wird ein weites Spektrum eingeräumt. Aber auch farbige Musiker, Sportler und Künstler werden ausführlich behandelt. Manchmal ist die Präsentation medial etwas überladen und man weiß garnicht wohin man zuerst sehen und hören soll. Die kleinen Filme, die auf großen Leinwänden laufen und die geschichtliche Zusammenhänge in kleinen Häppchen erläutern, sind großartig gemacht. Auch Kuriosem wird eine Bühne gegeben.
Nach so vielen Eindrücken braucht man etwas Erholung und die gab es in der Cafeteria, wo, ich weiß nicht wie ich es nennen soll, ethnische Kost aus unterschiedlichen Gegenden der USA angeboten wurde. Sehr lecker.
Auf dem Rückweg, übrigens wieder im strömenden Regen, kamen wir am neuen Trump-Hotel im alten Postgebäude vorbei. Einen Kaffee wollten wir dort auf keinen Fall trinken, also ging es zu Pauls und von dort mit den Öffis zurück. Was wir morgen machen, hängt vom Wetter ab.