… nach Amqui, QC

Christmas in July, Halloween in August, was für Feste? Auch auf kanadischen Campingplätzen muss das Publikum bei Laune gehalten werden. Neben dem Aufgreifen des Mottos im Handel, um die umsatzarme Urlaubszeit vor dem back to school Rummel mit irgendetwas beleben zu können, ist der Ursprung in einem Film zu finden (hier empfehle ich Wikipedia).

Heute war Fahren angesagt: von Moncton, New Brunswick nach Amqui, Quebec, insgesamt ca. 500 km. New Brunswick und Gaspésie als Teil von Quebek sind die Hauptverbreitungsgebiete der Akadier, Nachkommen französischer Siedler aus dem Poitou, der Bretagne und der Normandie, die im 17. Jahrhundert auswanderten. Jedes Jahr findet der Weltkongress der Akadier statt, auch dieses Jahr wieder im August.

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darf nicht fehlen

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Showmobile neben dem Highway

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Brücke

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II

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Elche … immer wieder

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Wir durchfuhren schöne Landschaften. Je weiter wir nach Norden vorankamen, desto französischer wurden die Ortschaften. Hier in Amqui spricht man nur noch französisch, ungern englisch. Das kennt man als Europäer irgendwie.

 

Der persönliche Höhepunkt des Tages war das Publikum auf dem Campingplatz in Amqui. Um es politisch komplett unkorrekt zu formulieren: was ist die Steigerung von Red Necks? Bei dieser Frage kann einer der Reisenden eine Vielzahl von Anekdoten aus seinem früheren Leben in good old Georgia zum Besten geben. Diese wurden aber heute alle getoppt.

Zur Antwort: Französiche Red Necks. Diese fahren einen Ford 150 4×4 king cabin pick up, mit einer Sattelschlepperkupplung auf der Ladefläche. Damit zieht man einen Wohnwagenauflieger namens „raptor“ hinter sich. Die gefühlte Länge des Aufliegers ist identisch mit der eines deutschen Sattelschleppers. Zusätzlich hat man einige 4×4 ATVs (in etwa ein Quad mit Überrollbügel und Halterung für das Gewehr) dabei. Sehr freundliche und nette Menschen, die ausnahmslos alle einen Fernsehbericht über die Herstellung unseres Wohnmobils gesehen haben 😉 (DMAX sein Dank: die Beifahrerin).

 

Fast immer, wenn wir bei einem Aussichtspunkt oder in einer Stadt anhalten, werden wir wegen des Fahrzeugs angesprochen. Am interessantesten ist die wiederholte Frage: „did you drive all the way from Germany?“ Nein, hier wollen wir das einmal klarstellen. Wir verschifften das Wohnmobil von Hamburg nach Halifax. Auch wenn Frau Palin von ihrem Wohnzimmer in Alaska angeblich Russland sehen kann, haben wir uns doch für die gesicherte Variante entschieden.

 

 

 

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