Gator-Alarm – Kissimmee & Titusville

Nachdem es gestern 30 Grad Celsius warm war, hatte es die Nacht über ziemlich stark geregnet und heute morgen waren es dann noch geschmeidige 12 Grad Celsius. Da musste mal wieder ein Pullover aus dem Schrank gezogen werden. Kissimmee, wo wir übernachtet haben, lebt von den vielen Erlebnisparks. Dass es davon auch kleine und ganz besondere gibt, davon haben wir schon gestern berichtet. Aber heute morgen kam uns noch „Machine Gun America“ unter. Und nein, wir waren nicht dort.

Wir waren in Gatorland, einem seit 1948 familiengeführten Freizeitpark. Vor der Tür steht ein mindgrün angestrichenes Gatormaul und lädt erst einmal auf eine Fotosession ein. Danach geht es zur Kasse und für 30 Dollar bekommt man Gator in allen Altersklassen und Größen zu sehen. Der Park mag nicht perfekt sein und nicht auf Hochglanz getrimmt wie seine großen Brüder von Disney und Co., aber er hat seinen Charme. Man geht auf Holzstegen über verschiedene Becken und überall sind Gator. Und überall sind größere und kleinere Vögel. Man möchte meinen, dass diese Beute für die Gator sind, aber irgendwie nicht. Vielleicht mögen Gator keine Federn zwischen den Zähnen. Da es heute kühl war, bewegten sich die wechselwarmen Tiere höchst langsam. Das merkte man auch bei der Gator Jumparoo Show. Der Chef von Gatorland und zwei Assistenten machten einen Wettbewerb daraus, welche von zwei Gruppen der Tiere zuerst zwei auf Wäscheleinen hängende Hühnerhälften aus dem Wasser springend verschlungen hatten. Da es aber, wie schon erwähnt, kühl war, hatten die beeindruckend großen Tiere ihre Mühe, genügend hoch aus dem Wasser zu springen, um an den Leckerbissen zu gelangen. Am Gator-Wrestling haben wir dann nicht mehr teilgenommen. Neben den Tieren gibt es natürlich noch Attraktionen wie Zippling über einen Gator-Teich, eine Spielplatz mit Gatorfiguren und einen sehenswerten Boardwalk durch eine Swamp-Landschaft. In materieller Hinsicht scheinen die Tiere billig zu sein, denn ein präparierter Gator-Kopf eines maximal zwei Jahre alten Tieres konnte man im Gift-Shop für 20 Dollar erwerben. Nein, auch das haben wir natürlich nicht gemacht.

Wir sind dann weiter nach Titusville. Irgendwann kam dann der kleine Hunger und wir sind zu Cracker Barrel. Ein Geschäft/Restaurant mit einem Konzept ähnlich wie Mutterland in Hamburg. Hier geht man durch einen Laden, der Kaffee, Süßigkeiten, Kinderspielzeug, Senf, Marmeladen, Säfte, etc, schön in einer Landhausoptik, ein bisschen retro präsentiert. Dann gelangt man in ein Restaurant, das eher Gasthaus, denn Systemgastronomie ist. Auch hier ist alles auf ländlichen Nachkriegschick dekoriert. Das Essen ist gut, nicht außergewöhnlich, aber eben anders als Burger und Fries.

Und dann dachten wir uns zum Übernachen mal etwas für Deutsche Außergewöhnliches: The Great Outdoors (www.tgoresort.com). Ein riesiges Gelände rund um einen Golfplatz angelegt. Hier gibt es Häusergruppen aber auch RV-Plätze, die alle jeweils privat verkauft sind. Die Plätze sind groß, darauf steht ein großer Carport für das RV und dahinter/daneben ein größeres Gartenhaus/Badehaus. Wie gesagt, alle einzeln in Privatbesitz. Und die werden, wenn der Eigentümer es zulässt auch an andere Camper vermietet. Leider nicht an uns, da man ein Class-A-RV ohne jede Beschriftung haben muss. Etwas anderes, so sind die Gemeinschaftsstatuten darf nicht auf die Plätze. So stehen wir mittendrin auf einem Parkplatz des Resorts vor dem Golfshop und dem Restaurant, haben Strom, Internet und haben auch noch Geld gespart. Denn ein Superplatz kostet 70 Dollar die Nacht. Wir zahlen nun 30 Dollar.
Das Restaurant hat auch eine schöne Bar und nun haben wir das gesparte Geld in zwei Bier an der Bar investiert und freuen uns auf morgen und das Kennedy-Space-Center.

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