Heute morgen haben wir das Blue Hole in Santa Rosa besichtigt. Es handelt sich hier um eine Quelle, die 81 Feet (=21 Meter) tief ist und im Durchmesser 60 Feet (=18,28 Meter) beträgt. Das Wasser ist ganz klar und man kann ziemlich tief sehen. Und das Wasser im Loch wirkt blau, tiefblau. Umso erstaunlicher ist dieser Farbe, da nun im Winter alles herum braun und trocken ist. Eine Treppe führt in das Loch und man kann jederzeit darin schwimmen. Die Wassertemperatur beträgt 61 Grad Fahrenheit, d.h. 16 Grad Celsius. War uns entschieden zu kalt, zumal die Außentemperatur heute morgen 6 Grad betrug und es ziemlich windig war. Aber schön anzuschauen war es auf alle Fälle.
Dann ging es weder auf die I-40 nach Westen. Die Straße geht ewig geradeaus, wie mit dem Lineal gezogen. Und auch hier ist die Landschaft eher Prärie. Irgendwann bogen wir ab Richtung Santa Fe. Da war es dann auch mit dem Handyempfang vorbei.
Schon wenn man nach Santa Fe hineinfährt, hat man nicht das übliche Einerlei amerikanischer Städte. Das liegt wahrscheinlich schon mal an den Gebäuden, die überwiegend im Adobe-Stil gebaut sind. Erdfarben, Lehm, Steine und Holz sind hier vorherrschend. Die Gebäude sind auch nicht übermäßig hoch. Die spanisch-mexikanische Epoche, die Mitte des 19. Jahrhunderts zu Ende ging, hat die Stadt bis heute mehr geprägt, als die amerikanische Art zu leben. Und auch auf dem Parkplatz ging es unamerikanisch zu. Der Parkplatzwächter wollte zunächst 30 Dollar haben. Nach kurzem aber intensivem Verhandeln durften wir dann für 15 Dollar stehen. Unser erstes Ziel war die Plaza mitten in Santa Fe. Ungewöhnlich auf den ersten Blick war die Dekoration mit dicken Zöpfen aus Chilis. Um diesen Platz gruppieren sich Geschäfte mit indianischem Kunsthandwerk, Mode und Schmuck. Da wir außerhalb jeder Saison unterwegs sind, wurde uns in jedem Laden dicke Nachlässe angeboten. An einer Längsseite des Platzes bieten unter den Arkaden des Gouverneurspalastes bieten Indianer ihr Kunsthandwerk an. Überaus hübsche Sachen und auch dort darf man handeln.
Nachdem wir so viel gesehen haben, kehrten wir im „Shed“ ein. Ein Restaurant, das uns empfohlen wurde, um ein für Santa Fe typisches Gericht mit rotem oder grünem Chili zu probieren. Die Mexikaner haben die Küche hier sehr beeinflusst. Und ich kann sagen, das Essen war scharf, sehr scharf. Der Ober brachte freundlich lächelnd ein Glas Eistee nach dem nächsten. Als wir bezahlten, meinte er, dass man sich mit der Zeit an die Schärfe gewöhnt. Nun ja.
Wir stehen heute in Santa Fe und da die Stadt uns so gut gefällt und wir noch nicht die Canyon Road mit den Galerien und die Museen erkundet haben, werden wir uns wohl noch einen Tag hier gönnen. Im Augenblick haben wir Schneeregen, aber morgen soll die Sonne scheinen.