Peggy Sue’s Diner

Las Vegas war ziemlich beeindruckend und nachts überzeugt der „Strip“ wie nur wenige andere Straßen dieser Welt. Und im Glitzern dieser Spiel- und Amüsiermeile wachsen manche Träume in den Himmel. Der philippinische Taxifahrer, der uns gestern Abend zurück zu unserem Wohnmobil brachte, erzählte davon, dass er hinsichtlich des Spielens seine Lektion gelernt habe, um dann fortzufahren, was er mit einem großen, viele Millionen umfassenden Gewinn machen würde. Selbstverständlich würde er seinen Kindern etwas abgeben. Also eine Million für jedes Kind. Und dann hätte er selbstverständlich einen Bodyguard. Und in seiner Heimat, den Philippinen, würde er Gutes tun. Eine Schule finanzieren oder ähnliches. Er sah sich als Wohltäter und Philantroph. Das machte ihn ziemlich sympathisch. Seine Tagträume kreisten nicht um schnelle Autos und flotte Mädchen. Aber letzte Nacht musste er erst einmal seine Taxischicht beenden.

Heute morgen sind wir noch einmal über den Strip bei Sonnenschein gefahren. Kein Vergleicht mit der Nacht und trotzdem gut besucht, was bestimmt auch am Wochenende lag.
Die I-15 führte uns über Baker nach Barstow. Zwischen beiden Orten liegt Yermo und die Attraktion dort ist Peggy Sue`s Diner. Ein Diner aus den 50er Jahren und wie die Fotos an den Wänden zeigen, gab es wohl eine Petty Sue, denn sie ist mit vielen Größen aus Film und Fernsehen verewigt. Die Einrichtung mit der Theke und den Boths ist auch so, wie wir es aus Filmen kennen. Unsere Bedienung, seit 11 Jahren im Dienst, war ein Profi und empfahl uns Applepie mit Vanilleeis und Kaffee. Echt lecker. Und mit der Rechnung konnte man sich im nebenan liegenden Souveniershop noch ein Dankes-Bonbon abholen. Auch rührend. Und ich habe, wie viele andere auch noch ein paar Süßigkeiten dort gekauft. Auch geschäftstüchtig.
Der Gang auf die Damentoilette bereitete noch eine Überraschung hinsichtlich der Dekoration. Man bog um die Ecke und dort stand mit dem Rücken zum Eintretenden eine lebensgroße männliche Puppe in typischer Haltung vor einem an die Wand gemalten Pissoir. Im ersten Moment erschrickt man, vergewissert sich noch einmal, ob man die richtige Tür gewählt hat und muss dann doch lächeln.
Von dort ging es zum Silverwood Lake State Park in den San Bernardino Mountains, wo wir heute übernachten. Den Tipp haben wir dem Reiseführer entnommen.

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