Abschied und Margaritas

Der Weg von Las Cañadas nach Ensenada war nun nicht mehr weit. Also bin ich für meine Verhältnisse früh aufgestanden und habe mich kurz nach halb neun auf den Weg gemacht, um einen kleinen Hügel innerhalb des Freizeitparks zu erklimmen, um von dort einen schönen Überblick über das Tal und das überaus große Gelände des Parks zu bekommen. Erstaunlich war, wie grün die Anlage war und beim näheren Hinsehen konnte man erkennen, dass man überall Bewässerungsschlangen ausgelegt hatte. Der Weg zum kleinen Gipfel war mit Sinnsprüchen garniert, damit man einen Grund hatte stehen zu bleiben und zu verschnaufen.
Danach ging es aber flugs nach Ensenada zu Starbucks. Wir mussten unsere Gadgets mal wieder auf den letzten Softwarestand bringen. Und einen Cappuccino hatten wir auch schon lange nicht mehr.

Um 12.00 Uhr mittags waren wir mit unserer Gruppe beim Hotel California, etwa sieben Kilometer hinter Ensenada verabredet. Dort stehen wir heute Nacht und von dort sind wir gemeinsam mit zwei Taxen in die Innenstadt von Ensenada gefahren. Erster Besichtigungspunkt war dort der Fischmarkt. Erstaunlich, was es dort alles zu kaufen gab: kleine Fische aller Art, Thunfisch, Schwertfisch, Gambas und Muscheln, von denen nicht alle besonders hübsch waren. Unser Spaziergang führte uns weiter den Malecon entlang bis zu einem Platz, an dem ein überdimensionierter Fahnenmast stand. Patrick erklärte uns, dass im Rahmen eines Programms zur Stärkung eines Nationalgefühls die Gemeinden vor ein paar Jahren aufgerufen wurden, Fahnenmasten mit der Nationalflagge aufzubauen. Viele Orte sind dem wohl nachgekommen und da wollte man dann schon eine ordentliche Flagge wehen sehen. Heute hing hier zwar keine, aber wenn, wäre sie bestimmt riesig groß.
Unser nächste Stopp war beim „Plaza de las 3 Cabezas“, der von den drei riesigen Köpfen der für Mexiko wichtigen Männer beherrscht wurde: Miguel Hildalgo y Costilla (Freiheitskämpfer), Benito Juárez (erster indigener Präsident Mexikos) und Venustiano Carranza (Impulsgeber für die mexikanische Verfassung von 1917).
Nach so viel Kultur, ganz wichtig war unser nächstes Ziel Hussong´s Cantina, eine historische Kneipe, wo angeblich einst die „Margarita“ erfunden wurde. Von außen sieht die Kneipe unscheinbar aus und aber innen ist sie urig eingerichtet mit vielen Bildern an der Wand und Sägespänen auf dem Boden. An einer Längsseite dominiert eine Bar und ansonsten gibt es einfache Tische und Stühle. Eine mexikanische Band, die wohl von Kneipe zu Kneipe zieht, spielte zwei flotte Nummern und zog dann weiter zum nächsten Tisch. Die Margerita schmeckte super, aber um 14.00 Uhr mittags bin ich das dann doch nicht so gewöhnt, sodass Martin und ich um die Ecke weiterzogen, um ein leckeres Pollo zu essen. Gestärkt konnten wir uns dann den Souvenirshops zuwenden.
Und es half auch, dass wir gegen 16.00 Uhr zurück beim Hotel waren und uns noch ein bisschen ausruhen konnten, bevor es zur letzten Besprechung dieser Reise mit anschließendem Abschiedsessen ging.
500 Meter vom Hotel California waren wir ausgezeichnet essen in einem Restaurant mit Blick auf den Pazifik. Wie immer war es ein unterhaltsamer Abend und Joop hielt eine kleine Rede, in der er unsere gemeinsame Reise Revue passieren ließ und sich in unser aller Namen bei Patrick, dem GO (Großer Organisator) dieses Trips ganz herzlich bedankte. Die Zeit verging wirklich wie im Flug, es war unsere erste Reise mit einer Gruppe und es war wirklich toll. Danke an Günter, Uli, Joop, Helen, Josef, Eva, Kristen, Vibeke, Werner, Véronique, Patrick und Anton. Gute Reise und „¡Hasta luego!“.

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