Pueblo

In Cheyenne war es heute morgen ganz schön windig. Die Sonne schien, als wir zu unserem ersten Ziel aufbrachen, dem Westernstore „The Wrangler“ in Downton Cheyenne. Ein in dunklem Rot gestrichenes Jahrhundertwendehaus, deren Kontouren weiß eingefasst waren, beherbergt ein bemerkenswertes Geschäft für Boots, Jeans and Cowboyhats. Hier statteten wir uns im pferdefreien Wyoming-Stil aus. Martin bekam ein Paar Jeans, ich ein Paar Boots, Jeans und eine Westernbluse (hamburg-geeignet). Danach spazierten wir noch ein wenig durch den angehübschten historischen Teil der Stadt. Besonders lustig fanden wir die überdimensionierten und von lokalen Künstlern gestalteten Cowboy-Boots. Nach einem Cappuccino ging es dann los nach Pueblo in Colorado.

Die I-25 war ziemlich befahren, Infotafeln wiesen auf den zu erwarteten starken Wochenendverkehr hin. Außerdem war es sehr windig und böig. Der Wind kam von den Bergen, denn wir fuhren eine ganze Zeit in einiger Entfernung an den Rocky Mountains entlang. Durch Denver und dann nach Pueblo.
Hier waren wir heute Abend bei Florian, Jeanette und ihrem Sohn Moritz eingeladen. Martin kennt Florian aus seiner Zeit in Graz und die beiden sind zusammen mit ihrem Sohn nun vor kurzem für drei Jahre nach Pueblo gezogen.
Es war ein sehr lustiger und unterhaltsamer Abend und es war überaus interessant, zu erfahren, wie es sich als Europäer in den USA so lebt. Wie man ein Haus findet, wie die Schule hier organisiert ist, dass man einen amerikanischen Führerschein machen muss, um ein Auto kaufen zu können oder dass man ohne Social Security Number kein Bankkonto eröffnen kann. Das Abendessen war ein Genuss, denn es war ganz und gar an Grazer Standards orientiert. Danke dafür. Wir wünschen allen Dreien von Herzen, dass die Zeit in Pueblo eine schöne und spannende Episode wird.
Vom Campground in die Stadt und zurück sind wir mit Uber gefahren. Auf dem Rückweg fuhr uns eine Frau, die zur Unterhaltung und zum Schutz von ihrer Mutter begleitet wurde. Auf die Frage, ob sie Vollzeit für Uber führe, meinte sie nein, dies sei ihr Dritt-Job, den sie brauche, um ihren 19jährigen Zwillingen einen Collegebesuch zu ermöglichen. Es gibt sie einfach, die großartigen Mütter und Großmütter.

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