Pause

Bye, bye Chattanooga und weiter gehts in die letzte Woche unserer sechsmonatigen Reise durch Kanada, USA und Mexiko. Noch 1000 Kilometer bis Baltimore. Dies sollte in einer Woche gut zu schaffen sein. Also ließen wir es langsam angehen. In Farragut, immer noch Tennessee, machten wir Pause. Ich musste einkaufen und hier, im Osten der USA sind wir wieder im PUBLIX-Land.
Weil meine Vorliebe für Forschungen im Supermarkt ungebrochen ist, machen wir es inzwischen so, dass Martin ein Päuschen im Wohnmobil macht, während ich zwischen den Ladenregalen verschwinde.
Es ist jedes Mal erstaunlich, was es für tolle Produkte gibt. Habe ich schon von den Ajax-ähnlichen Sprühflaschen, bedruckt mit Obst und Gemüse berichtet, die man jetzt kauft, um zu Hause das gekaufte Obst und Gemüse von Wachs, Chemikalien, Bakterien und sonstigem Schmutz zu befreien, bevor man es isst. Also abwaschen, wie es in Europa üblich ist, ist ganz schön old school.
Eine besondere Herausforderung ist jedes Mal der Fleischkauf. Hier gibt es meist dick geschnittenes und abgepacktes Rindfleisch, Schweinefleisch und Hühnerfleisch. Kalb gibt es ganz wenig. In den besseren Supermärkten kann man auch an eine Bedientheke gehen. Hier kann man dann seine Wünsche hinsichtlich Dicke und Gewicht äußern. Aber jedes Mal fragt der Verkäufer nach, wenn ich sage, dass ich ein halbes Pfund Rinderhackfleisch möchte. Der glaubt bestimmt, dass ist für meinen Chihuahua zu Hause. Hackfleisch gibt es in anderen Qualitäten als in Hamburg. Rindfleischhack mit 7 Prozent Fett oder 15 Prozent Fett. Kein Schweinehackfleisch, dafür aber Putenhackfleisch.
So, nachdem ich für heute Abend Schweineschnitzel gekauft habe, sind Martin und ich noch im nahegelegenen FirstWatch Café eingekehrt. Dort gab es leider keinen Cappuccino, dafür aber einen Salat, unter anderem mit Kale (Grünkohl), Mandeln und Cranberries. War ganz lecker, wobei der blanchierte Kale einfach ohne jede Eleganz im Mund daher kommt. Er ist für mich einfach ein Wintergemüse, das Fett braucht und nicht wie hier ein vermeintlicher Quell ewiger Jugend.
Wie wir so in der Sonne sitzen, kommt Rob aus Arizona vorbei, ein Händler für BMW und KTM Motorräder. Wir haben ein bisschen geplaudert und er hinterließ und seine Adresse, falls wir mal vor Ort wären. Danke Rob.
Und dann ging es weiter Richtung Knoxville. In Sevierville legten wir noch eine Stopp ein bei „The World`s largest Knife Showplace“. Hier gab eine bemerkenswerte Auswahl an Taschenmessern, Dolchen, Jadmessern, Kampfmessern und Küchenmessern in den Ausführungen schick, über zweckmäßig bis geschmacklos. Bei den Küchenmessern überwog die Auswahl aus Deutschland und der Schweiz und auf die Frage nach guten Steakmessern empfahl der Verkäufer ebenfalls ein deutsches Produkt. Wir verraten an dieser Stelle nicht sein unpatriotisches Tun.
Wir bleiben heute in Sevierville am Eingang zu den Great Smokey Montains. Hier am Fluss ist es nett und sonnig. Jetzt gibt es erst einmal einen Kaffee.

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