Wieder übernachteten wir auf dem Government Campground in Marion Creek, der ungefähr auf der Hälfte der Strecke zwischen Fairbanks und Deadhorse liegt. Der Andrang war nicht gerade riesig. Außer uns waren noch zwei Campmobile zu sehen. Für 8 Dollar gibt es auf diesen Plätzen eine tolle Aussicht, Natur, Outhouses, Lagerfeuerplätze eine unbeschreibliche Ruhe und sonst nichts. Und das ist sehr schön. Der Morgen begann sonnig und bot einen schönen Blick auf die umliegenden schneebedeckten Berge. Da hat man doch gleich gute Laune. Wir überquerten wieder den Polarkreis und machten Halt an der einzigen Brücke über den Yukon. Dort gab es Hamburger in einem ziemlich abgerockten Restaurant mit einer Bedienung aus Texas, die schon die Tage bis zum Ende der Saison zählte. Wir überquerten den Yukon, sahen viele, wirklich viele Jäger und ihre Fahrzeuge am Wegesrand und sind nun zurück in Fairbanks, wo Martin als erstes das Auto von sehr dickem Schmutz und Lehm befreite. War es nun den Aufwand wert, vier Tage im Auto zu sitzen, um Deadhorse zu sehen? Ja!!! Die Fahrt und die Erfahrung, dass man stundenlang Auto fahren muss, um zur nächsten Versorgungstation mit Diesel und einem Kaffee zu kommen, war schon ungewöhnlich. Auf 500 Meilen gibt es davon zwei. Zu sehen gab es auf der Fahrt Aussicht satt. Man kann den Blick schweifen lassen und wunderbar seinen Gedanken nachhängen. Die Landschaft ist nicht zersiedelt, sondern wirkt seltsam unberührt. Auch das Licht des Nordens ist ganz besonders.
Und Deadhorse selbst war in seiner Künstlichkeit großartig.
- der Blick am Morgen
- … in die andere Richtung
- On the road again


