Vom Sourdough Campground in Tok – ja der mit dem Sauerteig von 1956 – ging es weiter nach Haines Junction. Die Sonne schien, es war ein schöner Herbsttag und nach ca. 90 Meilen hatten wir die kanadische Grenze bei Beaver Creek erreicht. Nun waren wir wieder im Yukon Rerritory und fuhren den Alaska Highway in südliche Richtung immer entlang des Kluane Nationalparks. Dieser riesige und zu großen Teilen unberührte Park bildet zusammen mit dem in Alaska angrenzenden Wrangell St. Elias Nationalpark ein besonders schützenwertes World Heritage Site der UNESCO. So gibt es außer grandioser Natur fast nichts zu sehen. Am interessantesten erschien und noch die weltgrößte Goldwaschpfanne in Burwash Landing. Kluane spricht man übrigens kluh-wai-nie aus. Aber die schneebedeckten Berge, die Gletscher, das intensive Leuchten der sich verfärbenden Birken, die Seen – das alles lässt einen nicht unberührt. Und der Kluane Lake, der größte See des Yukon leuchtete heute verführerisch blau. Im Niemandsland der Grenze zwischen Alaska und Kanada zeigten sich dann noch zwei „süße“ Elchdamen. Getroffen haben wir heute eine dreiköpfige Familie aus Frankreich, die mit einem ähnlichen Wohnmobil wie wir es haben, drei Jahre unterwegs sind. Seit über einem Jahr touren sie durch die USA und ihr neunjähriger Sohn wird von der Mutter unterrichtet. Es ist immer wieder erstaunlich, welche Biografien Reisende haben. Und dann waren da noch die zwei netten Damen aus Paris, die bei Henkel arbeiteten und von seltenen Schnellfällen in Paris berichteten.






