Brandon in Manitoba haben wir dann auch links liegen lassen und haben uns auf einem holprigen Highway schnell der Provinz Saskatchewan genähert. Ohne besonders viel von Manitoba gesehen zu haben, hat uns die industriemäßige Landwirtschaft, der kerzengerade Highway und das Nichts dazwischen nicht allzu sehr gefallen. Irgendwie fühlten wir uns an alte DDR-Autobahnen nach Berlin (West) erinnert. Wäre ein Intershop aufgetaucht, wir hätten uns nicht gewundert.
Wie in Kanada immer an Werktagen stand zu Beginn einer Baustelle mit wechselndem Verkehr nicht eine Ampel, sondern eine ein Stoppschild schwenkende Person. Wir nutzten die Pause zu einem kleine Schnack. Wie lange er denn hier stände, wollten wir wissen. „So 16 Stunden“, war seine Antwort. Aber er beruhigte uns, dass der Job ja nicht zu schlecht sei. Immerhin habe er alle zwei Stunden eine Pause von 15 Minuten. Ein Klappstuhl und eine Kühlbox sei ja auch in Reichweite. Wir finden, der Typ sah ganz entspannt aus. Das Jammern liegt den Kanadiern irgendwie nicht.
In Saskatchewan sah die Landschaft gleich anders aus. Viele Kanadier und viele Reiseführer warnten vor der Ödnis der Landschaft. Wir fanden es hier aber netter und in vielerlei Hinsicht ähnlich wie auf dem Weg von Heide nach St. Peter-Ording. Weiden, Kühe, Rinder, kleine schilfumwachsene blaue Teiche, Getreidefelder (natürlich größer als in Schleswig-Holstein), aber irgendwie angenehm für das Auge. Völlig anders waren da nur die riesigen Getreidesilos, die wie Kathedralen in der Landschaft auftauchen.












































































