Wie wir es gestern entschieden hatten, nahmen wir heute die Fähre von Göteborg nach Frederikshavn in Dänemark. Eigentlich sollte die Fähre um 12.00 Uhr abfahren, aber da ein Schiff ausgefallen war, hatte dies offenbar Auswirkungen auf den weiteren Fahrplan. Mit einer Stunde Verspätung legten wir ab. Wir hatten es uns auf den für Hunde und Hundebesitzer reservierten Plätzen bequem gemacht. Es saßen noch drei andere Hunde in der Hundelounge, ein Schäferhund, ein kleiner Hund mit Glubschaugen und ein Familien-Hütehund. Bis auf zwei, drei gemeinsame konzertante Beller der vierbeinigen Gäste, verlief die Überfahrt problemlos. Der Wind frischte auf und so waren auch die Wellen ein wenig höher als normal. Von Frederikshavn ging es dann leider schon in die Dunkelheit hinein nach Århus. Hier stehen wir nun bei echtem nasskalten und windigen Schietwetter auf dem Wohnmobilstellplatz Marselisborg Hafen. Im Sommer mag das hier ganz nett sein, im Dunklen sehen wir nur die aus dem Wasser geholten und aufgebockten Segelboote um uns herum. Und wir hören den Wind mächtig in den Wanten pfeifen. Unsere ursprüngliche Idee, zum Ende der Reise noch einmal essen zu gehen, haben wir aufgegeben und uns mit einem Klassiker der Convenience-Küche, einer Packung Miracoli verwöhnt.
Kleiner Nachtrag noch zu gestern. Da hatten wir ja eine kleine Mittagspause in Uddevalla bei McDonalds gemacht. Während wir via Bildschirm Chicken-Wings mit Pommes und Cola bestellten, stolzierten zwei höchstens zehnjährige Mädchen an den Bestellcounter und gaben ihre Menüwünsche wie zwei alte Ladies auf. In der einen Hand hielten sie ein Handy, am andern Arm baumelten die von Ihnen getätigten Einkäufe und bezahlt wurde natürlich mit Kreditkarte. Über diesen Auftritt staunten wir nicht schlecht. Unterhaltsam war es allemal.