Gävle – Höga Kusten

Ein kleiner Spaziergang führten Max und mich nach Gamla Gevle, die Altstadt von Gävle. Wie in vielen anderen schwedischen Städten handelt es sich um eine Ansammlung alter niedriger Holzhäuser in rot, gelb oder gebrochenem Weiß. Die Straßen sind mit altem Kopfstein belegt. Sehr hübsch, zumal die Häuser hier auch bewohnt sind und nicht als reine Museumskulisse dienen. 

Dann ging es weiter zu Växbö Lin, unserem heutigen Zwischenstopp. Hier handelt es sich um eine der wenigen Leinenspinnereien und Leinenwebereien in Schweden. Das Unternehmen wurde 1989 dort gegründet, wo schon Jahrhunderte vorher Leinen verarbeitet wurde. Tischdecken, Servietten, Handtücher und Vorhänge werden hier produziert. Alles aus Leinen, wie auch eine kleine Modekollektion. Es hat uns sehr gut gefallen und die von uns erstandenen Handtücher werden uns noch lange an Växbö LIN erinnern, das heute nur über eine stark vereiste Nebenstraße zu erreichen war. Und mit Eis meinen wir richtig dickes Eis, das, wie uns berichtet wurde, dadurch zustande kam, dass es erst sehr sehr kalt war und darauf später regnete. Nach einer kleinen Pause auf einem Supermarktparkplatz ging es weiter zu unserem Übernachtungsziel, dem Parkplatz des Hotels Höga Kusten, der direkt neben der hell erleuchteten Högakustenbrücke, auf schwedisch, Högakustenbron liegt.  Hier handelt es sich um eine Hängebrücke, die fast so lang ist wie die Golden Gate Bridge und über die die E4 weiter in den Norden führt. Sehr schick. 

Stockholm – Gävle

Der WoMo-Stellplatz in Stockholm, Tantolundens Hubilscamping, liegt direkt am gleichnamigen Park Tantolunden. Hügelig angelegt gibt es dort unter anderem auch einen eingezäunten Hundeauslaufplatz, der gut angenommen wird. Überhaupt scheint Sonntag der Hundeauslauftag zu sein. Von Tantolunden hat man auch einen schönen Blick über Stockholm. Dort traf ich die überaus nette ehemalige Krankenschwester Ulla, die mir für unsere weitere Reise dringend Kiruna, die Eisenerzstadt und Jukkasjärvi, das berühmte Eishotel ans Herz gelegt hat. Ulla, das werden wir uns auf alle Fälle ansehen. 

Dann ging es auf die Autobahn nach Uppsala. Mir fällt dabei immer der uralte Schlager ein: Ein Student aus Uppsala, lala, Uppsala, lala. Den Text kann man gerne googeln. Die Stadt selbst ist eine Universitätsstadt und das schon sehr lange, denn sie wurde im 15. Jahrhundert gegründet. Wie alle Universitätsstädte wirkt sie durch ihre vielen Studenten jung und so waren Martin und ich im Café eben die Oldies. Auch der Altstadt von Uppsala (Gamla Uppsala) statteten wir einen Besuch ab. Hier handelt es sich um eine historische Siedlung und besonders die königlichen Hügelgräber sind mythenumweht. Wer sich für die Geschichte des Ortes interessiert, der sollte das Gamla Uppsala Museum besuchen.

Wir stehen heute in Gävle, etwa 100 km nördlich von Uppsala, direkt am Wasser. Da es spätestens um 17.00 Uhr stockdunkel ist, erzählen wir morgen, was es hier zu sehen gibt.