Höga Kusten – Skelleftea

Heute Abend stehen wir auf dem Campingplatz von Skelleftea. Und wenn sonst mit Sonnenuntergang an den bisher von uns aufgesuchten Plätzen nichts mehr los war, beginnt hier um 18.00 Uhr das Skilaufen unter Flutlicht. Für die Wagemutigen ist eine Anlage aufgebaut, auf der alle möglichen Tricks vollführt werden. Andere fahren ganz gemütlich die Piste herunter. Am Doppelschlepplift war immer eine Schlange zu beobachten. Für die Kleinen gab es einen fliegenden Teppich oder aber einen Kurs für Langlauf. Und dann selbstverständlich noch eine beleuchtete Loipe. Das ganze bei – 9 Grad Celsius. Superschön. 

Der Platz selbst ist toll angelegt, durchbrochen von kleinen Häuschen, die man ebenfalls mieten kann. Das Ende eines anstrengenden Tages, der heute in Höga Kusten begann, hatte wieder einmal eine schöne abendliche Überraschung bereit. Die Fahrt war lang und sie führte durch wunderschöne Landschaften, aber sie war auch anstrengend. Zwischenstopps gab es heute nur zum Tanken und im Outlet von Fjällräven. Ab jetzt werden die Etappen etwas kürzer. Es gäbe so viel zwischendurch zu sehen. Besonders beeindrucken finden wir, dass man 100 km durch Landschaft mit nichts außer ein paar Tankstellen fährt und dann tut sich auf einmal ein hübsche Stadt auf wie Umea oder Skelleftea. Der Norden gefällt uns wirklich gut. Jetzt beginnt Schwedisch Lappland. 

Gävle – Höga Kusten

Ein kleiner Spaziergang führten Max und mich nach Gamla Gevle, die Altstadt von Gävle. Wie in vielen anderen schwedischen Städten handelt es sich um eine Ansammlung alter niedriger Holzhäuser in rot, gelb oder gebrochenem Weiß. Die Straßen sind mit altem Kopfstein belegt. Sehr hübsch, zumal die Häuser hier auch bewohnt sind und nicht als reine Museumskulisse dienen. 

Dann ging es weiter zu Växbö Lin, unserem heutigen Zwischenstopp. Hier handelt es sich um eine der wenigen Leinenspinnereien und Leinenwebereien in Schweden. Das Unternehmen wurde 1989 dort gegründet, wo schon Jahrhunderte vorher Leinen verarbeitet wurde. Tischdecken, Servietten, Handtücher und Vorhänge werden hier produziert. Alles aus Leinen, wie auch eine kleine Modekollektion. Es hat uns sehr gut gefallen und die von uns erstandenen Handtücher werden uns noch lange an Växbö LIN erinnern, das heute nur über eine stark vereiste Nebenstraße zu erreichen war. Und mit Eis meinen wir richtig dickes Eis, das, wie uns berichtet wurde, dadurch zustande kam, dass es erst sehr sehr kalt war und darauf später regnete. Nach einer kleinen Pause auf einem Supermarktparkplatz ging es weiter zu unserem Übernachtungsziel, dem Parkplatz des Hotels Höga Kusten, der direkt neben der hell erleuchteten Högakustenbrücke, auf schwedisch, Högakustenbron liegt.  Hier handelt es sich um eine Hängebrücke, die fast so lang ist wie die Golden Gate Bridge und über die die E4 weiter in den Norden führt. Sehr schick.