Skelleftea – Storforsen

Da wir den Sami Markt in Jockmokk erleben möchten, hatten wir leider keine Gelegenheit, eine weitere Nacht in Skelleftea zu verbringen. Man hätte noch das weltgrößte Baumhaus-Hotel besichtigen können oder die Innenstadt über diverse Brücken erkunden können. Aber so verabschiedeten wir uns an der Rezeption von einer sehr netten Dresdnerin, die mit ihrer Familie seit Jahren in Schweden und nun seit einem Jahr in Skelleftea wohnt. Schnee, meinte sie, gäbe es hier von November bis Ende April. Also wer noch herkommen möchte…..

Der Weg ist das Ziel und so fuhren wir durch eine tief verschneite Landschaft ohne jede Eile, was die Rentiere sehr zu schätzen wussten. Unser nächstes Ziel sind heute die Stromschnellen Storforsen. Mitten im Nirgendwo, ca. 150 km nordwestlich von Skelleftea liegt das gleichnamige Hotel mit Campground. Sehr beliebt auch bei den Testern von Mercedes und BMW, deren Erlkönige zuhauf vor der Tür parkten. Wir sind die einzigen Camper und genießen einen tollen Ausblick auf die Stromschnellen. Man kann den davor liegenden See über einen Steg überqueren, um das Naturschauspiel von Nahem zu betrachten. Nach 15.00 Uhr liegt das wilde Wasser in ein mildes rosa Licht getaucht vor einem, das ist wirklich atemberaubend schön. Daher gibt es heute die vielen Fotos. 

Höga Kusten – Skelleftea

Heute Abend stehen wir auf dem Campingplatz von Skelleftea. Und wenn sonst mit Sonnenuntergang an den bisher von uns aufgesuchten Plätzen nichts mehr los war, beginnt hier um 18.00 Uhr das Skilaufen unter Flutlicht. Für die Wagemutigen ist eine Anlage aufgebaut, auf der alle möglichen Tricks vollführt werden. Andere fahren ganz gemütlich die Piste herunter. Am Doppelschlepplift war immer eine Schlange zu beobachten. Für die Kleinen gab es einen fliegenden Teppich oder aber einen Kurs für Langlauf. Und dann selbstverständlich noch eine beleuchtete Loipe. Das ganze bei – 9 Grad Celsius. Superschön. 

Der Platz selbst ist toll angelegt, durchbrochen von kleinen Häuschen, die man ebenfalls mieten kann. Das Ende eines anstrengenden Tages, der heute in Höga Kusten begann, hatte wieder einmal eine schöne abendliche Überraschung bereit. Die Fahrt war lang und sie führte durch wunderschöne Landschaften, aber sie war auch anstrengend. Zwischenstopps gab es heute nur zum Tanken und im Outlet von Fjällräven. Ab jetzt werden die Etappen etwas kürzer. Es gäbe so viel zwischendurch zu sehen. Besonders beeindrucken finden wir, dass man 100 km durch Landschaft mit nichts außer ein paar Tankstellen fährt und dann tut sich auf einmal ein hübsche Stadt auf wie Umea oder Skelleftea. Der Norden gefällt uns wirklich gut. Jetzt beginnt Schwedisch Lappland.