Umeå – Örnsköldsvik

Über Nacht hatte es ein wenig geschneit. Das gefiel unserem Dritten Mann an Bord über alle Maßen. Das erste Ziel heute sollte der Skulpturenpark Umedalens sein. Zwischen unterschiedlichen Gebäuden einer Schule waren 43 Skulpturen aufgestellt. Besonders gut gefiel uns das Kastenhaus aus Pfandkästen, der Grill mit dem Namen „the most lonesome story ever told“,  der Stuhl-Halbkreis „Klassresa“ und die durchscheinende Figur „Nostros“. Wir parkten vor der Umeå Konst Skola. Sofort kam der Leiter der Skulpturenklasse mit zwei seiner Schülerinnen heraus  und lud uns zu einem Rundgang durch seine Schule ein. Die war nicht besonders reich ausgestattet, aber den Mangel ersetzten die dort ausgebildeten jungen Leute durch ihren Einsatz und mit viel Phantasie. Besonders lustig fanden wir, dass der überaus nette und hilfsbereite Schulleiter Hans Albertson hieß. 

Danach ging es hurtig nach Örnsköldsvik. Das Schöne an dieser Art zu reisen ist, dass man immer wieder an Orte kommt, die überaus schön sind, auch wenn man das zunächst nicht vermutet. Örnsköldsvik liegt auch am Bottnischen Meerbusen, entsprechend ist der Hafen im Winter zugefroren. Die Anlage der Häuser rund um die Hafenbucht ist ansprechend. Über der Hafenstadt trohnt eine Skisprungschanze. Von dort oben muss man den Eindruck haben, dass man nach dem Sprung direkt im Meer landet. 

Unser Platz liegt auch direkt am Hafen, schön neben einem italienischen Restaurant gelegen, dass wir heute Abend besuchen werden. Unsere Nachbarn sind Norweger und die machen es sich heute Abend am Lagerfeuer vor ihrem WoMo, dick eingepackt und warme Kleidung und Decken beim Klönschnack gemütlich. 

Wie überall in Schweden sind die breiten Fußgänger- und Fahrradwege gut ausgebaut und nachts sehr gut beleuchtet. Meist sind die Wege auch von der Autostraße getrennt geführt. Das kommt besonders den Fahrradfahrern zugute, die hier von Eisesglätte und Minustemperaturen unbeeindruckt unterwegs sind. Und nicht alle haben Spikes auf den Fahrradreifen.