Heute morgen sind wir wieder früh aufgestanden, um noch einmal nach den Manatees zu sehen. Nachdem die Nacht ziemlich kühl war, hofften wir wieder auf ein paar Exemplare und wir wurden nicht enttäuscht. Wenn man so früh unterwegs ist, macht auch die Stille, mit der man diese entspannten Tiere beobachten kann, einen Teil des Reizes aus. Nachdem auch wieder der Ranger unterwegs war und wir schon auf dem Rückweg waren, haben wir unsere Campnachbarin Annika getroffen. Eine sehr nette, hübsche und smarte junge Frau, die ein bisschen Deutsch spricht (Austausch in Rheda-Wiedenbrück), aus Neuseeland stammt und seit einiger Zeit durch die USA reist. Zwischendurch arbeitet sie online und verbringt den Tag dort, wo es Internet gibt (Starbucks?). Dann gibt es wieder reine Reisephasen. Wir wünschen ihr viel Glück.
So und dann wollten wir ja heute nach DeLand, eine Kleinstadt nördlich von Orlando. Ein Tipp, den wir über Dieter bekommen haben. Und wirklich, diese Stadt ist so, wie man sich Florida Ende der Sechziger Jahre vorstellt. Eine hübsche Mainstreet mit einem Opernhaus von 1902, einem eindrucksvollen Gerichtsgebäude und vielen netten Geschäften, Cafés und Restaurants. Und einem Barber, dem besten in Florida. Kein alter Frisörladen, nein ein durchaus sorgfältig gestylter Ort, wo Mann fachgerecht den Bart gestutzt bekommt, wo mit dem Messer rasiert wird und noch die Haare geschnitten werden. Was den Damen die blonde und gelockte Friseurin, ist den Herren der vollbärtige und tätowierte Barber. Während Martin sich also diesem männlichen Vergnügen hingab, bin ich ein bisschen durch DeLand gebummelt.
Danach gab es ein köstliches Mittagessen bei De La Vega, einem mexikanischen Restaurant.
Ja, und eigentlich wollten wir noch in südlich von Kissimmee zu Gatorland, das haben wir aber leider nicht mehr geschafft und so stehen wir in Kissimmee auf einem Campground und werden vermutlich morgen die Alligatoren besuchen. Wir hatten kurz überlegt, ob wir zu Epcot oder Disney wollen, uns aber nur für Gatorland entschieden. Wenn man die I-4 entlangfährt, gibt es überall Hinweise auf Themenparks. Da gibt es zum Teil die abstrusesten Dinge. Besonders gut hat uns „Holyland Experience“ gefallen. Wir sind noch am Rätseln, ob man dort mit ganz oben in Kontakt kommen kann.